Leckerer Genuss - Erdbeerkonfitüren erhalten gute Noten

Erdbeerkonfitüren schnitten bei Stiftung Warentest durchweg gut ab. (Foto: Lutz von Staegmann)
Erdbeerkonfitüren schnitten bei Stiftung Warentest durchweg gut ab. (Foto: Lutz von Staegmann)
Foto: WAZ FotoPool
Erdbeerkonfitüre ist der absolute Renner an deutschen Frühstückstischen. Verbraucher können den süßen Brotaufstrich entspannt genießen. Denn die Stiftung Warentest vergab nach einer Untersuchung von 29 Produkten durchweg gute Noten.

Essen.. 13 Millionen Deutsche geben an, regelmäßig Marmelade auf das Frühstücksbrötchen zu streichen. Die Hitliste der Geschmacksrichtungen führt die Erdbeere an. Stiftung Warentest hat sich die roten Fruchtaufstriche genauer angesehen und förderte recht positive Ergebnisse zu Tage.

Die Erdbeere ist nach Einschätzung von Experten so beliebt, weil sie ein unvergleichliches Aroma habe und aphrodisierende Wirkung entfalte. Entsprechend groß ist das Erdbeermarmeladen-Angebot. Ein aktueller Trend ist allen Herstellern gemein: Sie bieten Aufstriche mit besonders viel Fruchtanteil an.

Stiftung Warentest schickte 15 Konfitüren „extra“ und 14 Fruchtaufstriche ins Labor. Vier Konfitüren schnitten mit der Note „befriedigend“ ab, der Rest bekam das Urteil „gut“. Bei den Aufstrichen fiel das Urteil noch besser aus: Alle sind „gut“, einer sogar „sehr gut“. Bei dem Sieger handelt es sich um „Schwartau Frutissima“ – laut Stiftung Warentest das einzige Erdbeerprodukt dieser Art aus dem Kühlregal. Der Aufstrich werde nur kurz erhitzt und behalte deshalb seinen fruchtigen Geschmack.

Schonende Verarbeitung

Obwohl „Frutissima“ nur 50 Prozent Obstanteil aufweist, schmeckt das Produkt nach Einschätzung der Tester mehr nach Erdbeere als etwa der Aufstrich der Firma Göbber, dessen Fruchtanteil 100 Prozent beträgt. Warentest: „Ausschlaggebend für den Geschmack ist nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität der Früchte und eine schonende Verarbeitung. Erdbeeraromen können beim Kochen verfliegen.“ Werden die Früchte zu lange erhitzt, nehmen sie eine braune Farbe an und sehen weniger appetitlich aus. Ein Phänomen, das Warentest bei den Extra-Konfitüren von Netto, Norma und Zentis auffiel. „Sie rochen und schmeckten nur schwach nach Erdbeere.“

In den Konfitüren wurden aber nicht nur Erdbeeren gefunden, sondern auch Weichmacher. In mehr als einem Dutzend der Produkte wiesen die Prüfer die Substanzen Diacetin und Triacetin nach. Sie werden als Trägermedien eingesetzt, um Aromastoffe aufzulösen. Die Weichmacher stammten allerdings nicht aus der Erdbeermasse, sondern aus den Deckeldichtungen der Schraubgläser. „Bei Kontakt mit wässrigen Lebensmitteln können sie übergehen – das ist hier mehrfach geschehen“, so Warentest. Die Verbraucherschützer weisen aber auch darauf hin, dass die Weichmacher-Konzentrationen nicht bedenklich seien und unter den gesetzlichen Höchstgrenzen lägen.

Binde- und Verdickungsmittel

Im Gegensatz zu den Angaben auf den Etiketten fand das Labor Zusatzstoffe in den Konfitüren. Um den Gelierprozess in Gang zu setzen, kommen das Bindemittel Pektin, das Säuerungsmittel Zitronensäure und gelegentlich auch Verdickungsmittel wie Xanthan zum Einsatz.

Mit Vorsicht, so Warentest, seien die Zuckerangaben zu genießen. Auf den Etiketten werde oft verschleiert, dass „Konfitüre extra“ besonders viel Zucker enthalte. Nur wenige Anbieter wie Edeka aber schlüsselten den Zuckeranteil an den Kohlenhydraten auf: Eine Portion zu 25 Gramm Erdbeerkonfitüre deckt den Tagesbedarf an Kohlenhydraten zu sechs Prozent, an Zucker aber zu 16 Prozent.

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