Börsen stürzen weltweit ab – Auch der Dax verliert deutlich

Börsen in aller Welt brechen zum Handelsbeginn ein

Börsen in aller Welt sind mit starken Verlusten in den Handel gestartet. Der Leitindex in Australien büßte mehr als 2,5 Prozent an Wert ein. Am Montag war der Dow Jones um mehr als fünf Prozent...

Börsen in aller Welt sind mit starken Verlusten in den Handel gestartet. Der Leitindex in Australien büßte mehr als 2,5 Prozent an Wert ein. Am Montag war der Dow Jones um mehr als fünf Prozent...

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Wall Street, Tokio, Australien – die Aktienkurse brechen überall ein. Auch der Dax knickt ein. Börsianer fürchten eine Zinswende.

New York/Tokio.  Ein massiver Kurssturz an der Wall Street hat in der Nacht auch die Börsen in Asien und Australien nach unten gezogen. Neben den Märkten Tokio und Australien erlebten auch China und Hongkong empfindliche Abschläge zum Handelsstart am Dienstag.

Vorausgegangen war der mit knapp 1600 Zählern bisher größte Tagesverlust des Dow Jones nach Sorgen um eine möglicherweise bevorstehende Zinswende.

Abschläge auch beim Dax erwartet

Damit fiel der Index wie nie zuvor an einem einzelnen Handelstag. Die bisherigen Jahresgewinne lösten sich rasend schnell in Luft auf, ebenso wie die seit Anfang Dezember erzielten Gewinne.

Nach dem Crash an der Wall Street flüchten Anleger auch aus deutschen Aktienwerten. Der Dax verlor zur Eröffnung am Dienstag 3,6 Prozent auf 12.235 Punkte. Das ist der größte Kurssturz seit eineinhalb Jahren. „Von einer Panik sind die Anleger nicht weit entfernt“, sagte Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader. „Es stellt sich nun die Frage, ob dies nur ein temporärer Stimmungswandel ist oder der Start einer größeren Korrektur.“

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Starke Verluste in Asien

An den Aktienmärkten geht die Angst um, dass die Zeiten des billigen Geldes bald vorbei sind. Sie spekulieren darauf, dass die Zinsen vor allem in den USA schneller steigen als erwartet.

Der Nikkei-Index für 225 führende Werte stürzte am Dienstag um mehr als 1000 Punkte ab und verzeichnete damit den höchsten Tagesverlust seit 2016. Der Index ging mit einem massiven Abschlag von 1071,84 Zählern oder 4,73 Prozent beim Stand von 21.610,24 Punkten aus dem Handel. Zwischenzeitlich hatte der Nikkei 7,1 Prozent verloren.

Der Shanghaier Composite Index lag eine halbe Stunde nach Handelsstart rund 1,89 Prozent im Minus bei 3421 Punkten. Deutlicher fielen die Abschlägen in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong aus – ein Minus von 3,8 Prozent.

Australien: Es ist ein Blutbad

Auch in Australien erlebte die Börse zum Auftakt einen Kurssturz. Der S&P/ASX200-Index verbuchte ein Minus von 165,1 Punkten oder 2,74 Prozent. Nicht eine Aktie habe zugelegt, sagte Marktanalytiker Ben Le Brun. Er beschrieb die Lage an der Börse in Sydney als „echtes Blutbad“.

Das Weiße Haus zeigte sich unterdessen trotz des Kurssturzes an der Wall Street zuversichtlich über die wirtschaftliche Lage in den USA. Der Fokus von Präsident Donald liege auf den langfristigen wirtschaftlichen Fundamentaldaten, die weiterhin „außergewöhnlich stark“ seien, erklärte seine Sprecherin Sarah Sanders. Dazu gehörten etwa die „historisch niedrige“ Arbeitslosigkeit sowie steigende Löhne, fügte sie hinzu. Unter Fundamentaldaten verstehen Ökonomen sogenannte harte Zahlen - etwa zum Wirtschaftswachstum.

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Mit einem Minus von 4,60 Prozent auf 24.345,75 Punkten ging der Dow aus dem Handel. Damit büßte das weltweit wichtigste Börsenbarometer letztlich 1175 Punkte ein. Erst vor wenigen Tagen war noch bei 26.616 Punkten sein jüngstes Rekordhoch bejubelt worden. (dpa)

 

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