Konzern veröffentlicht den Chemiecocktail

Die Fracking-Bohrstelle von ExxonMobil für Erdgasförderung aus Tight Gas in Bötersen. Fotos: Heinz Krischer
Die Fracking-Bohrstelle von ExxonMobil für Erdgasförderung aus Tight Gas in Bötersen. Fotos: Heinz Krischer
Foto: WR

Bötersen. Die Zusammensetzung der Fracking-Flüssigkeit war lange Zeit ein Betriebs-Geheimnis. Vor zwei Monaten entschloss sich ExxonMobil, die nach ihren Angaben komplette chemische Zusammensetzung einzelner Frack-Flüssigkeiten auf ihrer Webseite offenzulegen.

Danach mache der Chemie-Anteil maximal 5 Prozent aus, der Rest sei Wasser.

Bei Angaben für das niedersächsische Wirtschaftsministerium hatte ExxonMobil Chemikalien-Mengen angegeben, die jedoch 15 Prozent ergaben. Dies sei, so ExxonMobil-Sprecherin Dr. Ritva Westendorf-Lahouse gegenüber der WR, aufgrund von fehlerhaften Angaben ihres Hauses geschehen. Dort habe man Kaliumchlorid als 100-prozentige Lösung angegeben, tatsächlich sei es aber nur eine 4-prozentige Lösung. „Das war ein Übermittlungsfehler. Wir haben die Menge viel zu hoch angegeben.“ ExxonMobil bemühe sich, giftige Chemikalien zu ersetzen, um ungefährlicher zu werden. Gegenüber den ersten Fracks 1977 habe man bis heute die Menge der Chemikalien bereits auf ein Drittel der ursprünglichen Menge reduziert. Allerdings sei es absehbar nicht möglich, ganz auf Chemie zu verzichten.

 
 

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