Kaufland schmeißt zahlreiche Produkte aus den Regalen – diese Marken sind betroffen

Kaufland schmeißt zahlreiche Produkte von Unilever aus den Regalen.
Kaufland schmeißt zahlreiche Produkte von Unilever aus den Regalen.
Foto: dpa/Archivbild

Preiskampf kurz vor Weihnachten. Wegen eines Streits mit dem Lebensmittel-Giganten Unilever schmeißt Kaufland wichtige Produkte des Anbieters aus den Regalen.

„Zum 31. Dezember beendet Kaufland die Jahrzehnte lange Geschäftsbeziehungen zu Unilever in Deutschland“, so eine Sprecherin von Kaufland gegenüber DER WESTEN.

Gründe hierfür seien „drastische Preiserhöhungen sowie einseitige Änderungen der Geschäftsbedingungen von Unilever“. Als einer der bedeutendsten Markenartikelhersteller der Welt versuche Unilever, seine herausragende Marktposition zu nutzen, um Einfluss auf die Einzelhändler zu nehmen und die eigenen Erträge noch weiter zu optimieren, heißt es bei Kaufland.

Kaufland boykottiert zahlreiche Unilever-Produkte

Von dem Boykott betroffen sind folgende Marken:

  • Knorr
  • Lipton
  • Axe
  • Pfanni
  • Mondamin
  • Dove
  • Ben & Jerry’s
  • Unox
  • Coral
  • Viss
  • Domestos
  • Rexona
  • Duschdas
  • Signal

Einige Produkte des Herstellers bleiben trotzdem in den Regalen, weil Kaufland einfach nicht auf sie verzichten kann. Dazu gehören Produkte der Unilever-Marke Langnese.

Preiskampf im deutschen Handel

Ansonsten gibt sich Kaufland selbstbewusst: Angst davor, dass Kunden die Unilever-Produkte vermissen könnten, hat der Konzern offenbar nicht. „Da die Auseinandersetzung mit Unilever bereits seit Mai andauert, konnte sich Kaufland auf die Situation einstellen“, so die Sprecherin. Eine Analyse der Marktdaten habe ergeben, dass Unilever-Produkte eine hohe Austauschbarkeit aufwiesen. „Aufgrund der großen Sortimentsauswahl von bis zu 60.000 Artikeln stehen den Kunden viele Marken und Eigenmarken als Alternativen zur Verfügung“, heißt es.

Kaufland gehört wie Lidl zur Schwarz-Gruppe. Aktuell tobt auch bei Edeka ein Preiskampf. Deutschlands größter Einzelhändler hat Artikel wie Mars, Red Bull oder Heineke ausgelistet. So will Edeka den Herstellern der Produkte bessere Einkaufspreise abpressen. Mit einer ähnlichen Strategie hatte Edeka im Frühjahr Erfolg.

 
 

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