„Jetzt nehmen uns die Frauen schon das Ross weg“ – So reagiert das Netz auf die Rossmann-Umbenennung

Rossmann wird zu Rossfrau - kurzzeitig.
Rossmann wird zu Rossfrau - kurzzeitig.
Foto: Peter Kneffel / dpa

Burgwedel. Es klingt nach einer nett gemeinten Aktion. Ein wenig Spaß ist sicher auch dabei. Und doch bietet sie Platz für ordentlich Diskussion: die kurzzeitige Umbenennung des Drogerie-Riesen „Rossmann“ in „Rossfrau“ zum Weltfrauentag am kommenden Donnerstag.

Unter dem Motto „Lasst die Frau raus“ bringt die Kette sogar ein neues Logo raus. Das Mischwesen aus Pferd und Mensch, ein Centaur, trägt nun einen Zopf am Hinterkopf.

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Die Reaktionen unter dem Post zum Artikel auf der DER WESTEN-Facebookseite sind gespalten.

Einfach nur ein reiner Werbegag?

Manche vermuten, dass die ganze Aktion ein reiner Werbegag sei. So schreibt Raphael S.: „Aufmerksamkeit. Aufmerksamkeit führt zu Interesse, das führt zu Nachfrage. Und das führt zu Konsum von Haarfarbe, Schminke, Kaltwachsstreifen und allem was RossMensch so anbietet, um dem Schönheitsideal der Werbung zu entsprechen“ oder Frank K.: „Jetzt nehmen uns die Frauen schon das Ross weg. Nein, Scherz beiseite. Ob Rossmann oder Rossfrau macht keinen Unterschied. Kann man also auch ruhig so lassen. Who cares?“

Und auch Peter N. bläst ins selbe Horn: „Reine Werbung“. Andere feiern die Ideengeber: „Nette Idee der Marketingabteilung. Der Ideengeber wird ein Prämie bekommen. Alle reden darüber“, schreibt Uwe G.

Was kommt zum Tag des Hundes?

Andere sehen direkt den nächsten Welttag in Aussicht: „Am 10.6 ist der Tag des Hundes. Da kann er ja direkt weitermachen und sich in Rossdackel, Rosspudel oder Rossdogge umbennenen“, schreibt Andre B.

Gibt's jetzt auch Nacktputzer?

Und auch Simone W. nimmt`s mit Humor: „Bekommen Frauen an diesem denkwürdigen Tag auch nen Nacktputzer? Wenn schon krankhaft feministisch, dann auch richtig.“

Diskriminierend für Männer?

Jedoch kamen auch kritische Bemerkungen:

Jutta N. fragt: „Ist das nicht diskriminierend für Männer?“, Chrissi R. hält es einfach nur für „totale(n) Quatsch“ und Peter M. fragt: „geht's noch? Sind denn jetzt alle völlig bescheuert?“

Doch die meisten Bemerkungen gehen in eine Richtung. Hans-Jürgen A.: „Ist heute schon der erste April?“

 
 

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