Island und Faröer drohen harte Strafen wegen Fischfangquote

Für Makrele und Hering haben Island und die Faröer Inseln laut EU-Kommission zu hohe Fangquoten angesetzt.
Für Makrele und Hering haben Island und die Faröer Inseln laut EU-Kommission zu hohe Fangquoten angesetzt.
Foto: Joachim Kleine-Büning/ WAZ Fotopool
Beschränkung der Einfuhr von Fischen in die EU, Hafenverbot für Schiffe: Harte Strafen könnten auf Island und die Faröer Inseln zukommen. Denn die EU-Kommission hält ihre Fischfangquoten für zu hoch. Die Strafen würden die Länder hart treffen - die Fischerei macht einen Großteil ihrer Exporte aus.

Island und den Faröer Inseln drohen Sanktionen. Grund sind aus EU-Sicht zu hoch angesetzte Fischfangquoten. "Wir können keine einseitigen Handlungen zulassen, die die Bestände zerstören, die es nur wegen der Bemühungen der Europäischen Union und unserer Fischer gibt", sagte EU-Fischereikommissarin Maria Damanaki am Montagabend nach einem Treffen der europäischen Fischereiminister in Brüssel. "Deshalb müssen wir alle Maßnahmen ergreifen, um die Nachhaltigkeit der Bestände sicherzustellen."

Island und die Faröer Inseln haben die Fangquoten für Hering und Makrele nach Ansicht der EU-Kommission zu hoch angesetzt - auf abgestimmte Obergrenzen konnten sie sich mit der EU nicht einigen.

Die EU-Kommission entscheidet über mögliche Sanktionen

Die Entscheidung über mögliche Strafmaßnahmen liegt bei der EU-Kommission. Sie kann zum Beispiel die Einfuhr von Fischen in die EU beschränken oder Schiffen unter der Flagge betroffener Staaten die Nutzung europäischer Häfen versagen.

Islands Regierungschef David Gunnlaugsson wird Dienstag zu einem Besuch in Brüssel erwartet. Dort soll er auch EU-Kommissionschef José Manuel Barroso treffen. (dpa)