Inflationsrate steigt mit 2,6 Prozent auf 14-Jahres-Hoch

DerWesten

Wiesbaden. Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im vergangenen Jahr so stark gestiegen wie schon seit 14 Jahren nicht mehr. Die Inflationsrate lag 2008 im Durchschnitt bei 2,6 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte.

Die Inflationsrate ist mit 2,6 Prozent auf ein 14-Jahres-Hoch gestiegen. Sie lag 2008 im Durchschnitt bei 2,6 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. Höher war die Jahresteuerung zuletzt im Jahr 1994 mit durchschnittlich 2,8 Prozent.

Der starke Anstieg der Verbraucherpreise im vergangenen Jahr ist den Statistikern zufolge auf die hohen Inflationsraten in der ersten Jahreshälfte zurückzuführen. Die Teuerung geht demnach insbesondere auf Preiserhöhungen bei Energie und Lebensmitteln zurück. Diese hatten in einigen Monaten für eine Jahresinflationsrate über drei Prozent gesorgt. Schon 2007 waren die Verbraucherpreise mit einem durchschnittlichen Plus von 2,3 Prozent deutlich gestiegen. Die Teuerungsrate lag damit oberhalb des Schwellenwerts von zwei Prozent, der für die Europäische Zentralbank als Grenze gilt.

Unter allen Energiepreisen seien die Kosten für leichtes Heizöl mit 31,6 Prozent am stärksten gestiegen. Die Kraftstoffpreise hätten sich 2008 gegenüber dem Vorjahr um 6,8 Prozent erhöht. Diesel habe sich um 14,1 Prozent verteuert, während der Preis für Super um 4,3 Prozent gestiegen sei.

Die Beschleunigung der Preisentwicklung 2008 sei auch zum Teil auf die Erhöhung der Mehrwertsteuer vom Januar 2007 zurückzuführen, die teilweise mit einer Verzögerung von einigen Monaten an den Endverbraucher weitergegeben wurde. Zusätzlich habe sich die Einführung der Studiengebühren in einigen Bundesländern im April und Oktober 2007 noch 2008 auf den jährlichen Preisanstieg insbesondere für das Bildungswesen ausgewirkt. (afp/ddp)

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