HSBC-Skandal sorgt auch bei Tochterbank in NRW für Unruhe

Düsseldorf.  Der Steuerskandal der britischen Großbank HSBC sorgt auch bei der deutschen Tochterfirma Trinkaus & Burkhardt in Düsseldorf für Wirbel. „Wir sind Teil der Gruppe, wir stehen zu der Verantwortung“, sagte Andreas Schmitz, Vorstandssprecher der HSBC Trinkaus & Burkhardt. Er betonte aber auch: „Wir dulden und fördern keine Steuerhinterziehung.“ Und: „Wir machen keine Steuerberatung.“

Die deutsche Tochter von HSBC will sich von der Steueraffäre des Mutterkonzerns offensichtlich nicht den Ruf verderben lassen. „Wir haben Diskussionen mit Kunden, ja. Hat es zu Kündigungen geführt? Nein“, sagte Schmitz vor der Wirtschaftspublizistischen Vereinigung in Düsseldorf. Mit rund 2000 Beschäftigten ist HSBC in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt die mit Abstand größte unter den Privatbanken. Andreas Schmitz war von 2009 bis zum Frühjahr 2013 Präsident des Bundesverbands deutscher Banken.

Wegen des Verdachts der Geldwäsche hat die Schweizer Staatsanwaltschaft mittlerweile ein Verfahren gegen die eidgenössische Tochter der britischen Großbank HSBC eröffnet. Die HSBC soll vor einigen Jahren ihre Schweizer Tochterfirma genutzt haben, um Kunden die Hinterziehung von Steuern in deren Heimatländern in Milliardenhöhe zu ermöglichen.

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hatte unlängst die Aufnahme von Untersuchungen auch in Deutschland gefordert. Schmitz erklärte dazu, ihm seien keine Ermittlungen in der Sache in Deutschland bekannt.

 
 

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