Nach Paketwurf-Skandal bei Hermes: Zusteller hortete hunderte Pakete – und sitzt jetzt in U-Haft

Hermes hat mit den Aktionen von zwei Paketzustellern zu kämpfen.
Hermes hat mit den Aktionen von zwei Paketzustellern zu kämpfen.
Foto: dpa

Schwierige Zeiten für Paketdienstleister Hermes. Zwei Meldungen setzen Deutschlands zweitgrößtem Paketdienstleister aktuell heftig zu. Anfang der Woche war da der Skandal um einen Paketboten im Raum Köln, dessen Aktion als Videoclip viral ging.

In dem knapp eineinhalb Minuten langen Clip ist zu sehen, wie ein Paketbote der Firma Hermes versucht, ein Paket „zuzustellen“. Mit einer ungewöhnlichen Methode.

Hermes: Video von Skandal-Postbote sorgte für Ärger

Denn der Mann schellt nicht etwa, klopft oder ruft: Er wirft das Paket einfach auf den Balkon des mutmaßlichen Empfängers im ersten Stock. Dazu klettert der Bote auf das Dach seines Lieferwagens, holt Schwung und versucht, das Balkongeländer zu überwinden. Leider klappt diese an sich schon fragwürdige Aktion nicht beim ersten Mal.

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Das Paket mit unbekanntem Inhalt prallt vom Balkongeländer ab und kracht auf den Gehweg vor dem Mehrfamilienhaus. Doch der Hermes-Bote verzagt nicht, wiederholt das Spiel – mit gleichem Ergebnis.

Hermes-Bote hortete hunderte Pakete

Doch nun erhöht der nächste Skandal den Druck auf das Unternehmen. In Brandenburg hortete ein Zusteller, der auch für einen Hermes-Servicepartner arbeitete, in fast 1000 Pakete.

„Der 35-jährige verdächtigte Paketfahrer räumte gegenüber der Polizei die Unterschlagung der aufgefundenen sowie weiteren Pakete ein“, heißt es in einer Mitteilung der Polizei. Bei dem Mann sei außerdem eine „nicht unerhebliche Menge“ Drogen gefunden worden.

Auslieferer von der Polizei verhaftet

Gegenüber der „Neuen Westfälischen“ erklärte Hermes, man habe im Bereich des Auslieferers bereits Ende 2018 Auffälligkeiten festgestellt: „Daraufhin wurden unverzüglich interne Ermittlungen eingeleitet, in deren Zuge sich dieser erhärtete. Wir haben daraufhin konsequent entsprechende Maßnahmen in die Wege geleitet und kooperieren vollumfänglich mit den zuständigen Behörden.“

Das Arbeitsverhältnis mit dem Mann sei bereits aufgelöst worden, der Zusteller ist in Untersuchungshaft. Hermes will sich nun darum kümmern, dass die gehorteten Pakete an die Adressaten zugestellt werden. (mit lin)

 
 

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