Geschäftsklima stürzt auf neues Rekordtief

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München. Das Klima der deutschen Wirtschaft hat angesichts der weltweiten Konjunktur- und Finanzkrise einen neuen Tiefpunkt erreicht. Besonders in der Industrie sei das Geschäftsklima weiter gesunken, teilte das Münchner Ifo-Institut mit. Deutlich günstiger bewertet der Einzelhandel seine Lage.

Das Klima der deutschen Wirtschaft hat angesichts der weltweiten Konjunktur- und Finanzkrise einen neuen Tiefpunkt erreicht. Wie das Münchner Ifo-Institut am Dienstag in München mitteilte, sank der Geschäftsklimaindex im Februar um 0,4 Zähler gegenüber dem Vormonat auf 82,6 Punkte. Demnach sorgte für den Rückgang vor allem die verschlechterte Einschätzung der derzeitigen Lage durch die Unternehmen. Deutlich gestiegen seien hingegen die Erwartungen der Firmen an die Geschäfte in den kommenden sechs Monaten. «Dennoch bleiben die Erwartungen der Unternehmen vorwiegend skeptisch», erklärte ifo-Chef Hans-Werner Sinn.

Erwartungen der Unternehmen für kommendes Halbjahr steigen

Besonders in der Industrie sei das Geschäftsklima weiter gesunken, teilte das Wirtschaftsforschungsinstitut mit. Die Lage der Unternehmen habe sich hier weiter verschlechtert. Die Erwartungen für das kommende Halbjahr seien jedoch «etwas weniger negativ» ausgefallen.

Deutlich günstiger bewertet laut Ifo-Institut der Einzelhandel seine derzeitige Lage. Auch die Aussichten für die kommenden sechs Monate seien positiv. Das aufgehellte Klima erkläre sich insbesondere durch die Einführung der Abwrackprämie für Altautos, die den Autohändlern regen Zulauf beschere. Ebenfalls verbessert habe sich das Geschäftsklima auf dem Bau. (AFP)

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