GDL-Chef Weselsky in Sorge: "Habe die Polizei verständigt"

Der Vorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer, Claus Weselsky. dpa
Der Vorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer, Claus Weselsky. dpa
Claus Weselsky, Chef der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer, hat Angst um seine Privatsphäre. "Ich habe gestern Abend die Polizei verständigt", erklärte er in einem Interview am Montagmorgen. Journalisten hatten Fotos von Weselskys Wohnhaus gezeigt. Auch seine Telefonnummer wurde veröffentlicht.

Berlin. Der Chef der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Claus Weselsky, sieht seine Privatsphäre bedroht. "Ich bin auch bisher immer auf Bahnhöfen gewesen und werde das auch weiter tun. Ich habe allerdings gestern Abend die Polizei verständigt, weil es hier in einer unglaublichen, nennen wir es einfach Verletzung meiner Privatsphäre, nicht mehr um die Sache geht", sagte Weselsky am Donnerstag im ARD-"Morgenmagazin". Für Personenschutz habe er bislang aber "keine Notwendigkeit gesehen".

Medien hatten zuvor Fotos von Weselskys Wohnhaus gezeigt. Auch seine Büronummer wurde veröffentlicht. "Da muss ich einfach nur lachen, ich wohne zur Miete in einem Häuschen, das 61 Quadratmeter hat - und wenn das dann ein exklusiver Wohnsitz ist, na bitteschön, dann ist das einfach so", meinte Weselsky. "Interessierte Kreise" legten großen Wert drauf, dass die Zugbegleiter und Lokführer nicht erfolgreich seien. "Und das ist eine Dimension, die hätte ich mir am Beginn der Auseinandersetzung so nicht vorstellen können." (dpa)

 
 

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