Französische Firma kauft Möbelkette Habitat

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Die Trendmöbelkette Habitat hat demnächst einen neuen Besitzer. Das französische Unternehmen Cafom übernimmt die Filialen in Frankreich, Deutschland und Spanien. Die britischen Läden von Habiat sind bereits verkauft.

Paris.. Ein französisches Unternehmen kauft die Möbelkette Habitat: Die Firma Cafom übernimmt die 38 Filialen in Frankreich, Spanien und Deutschland, wie sie am Donnerstagabend in Paris mitteilte. Habitat, 1964 von der Designer-Legende Terence Conran gegründet, sei eine weltbekannte Marke, sagte Cafom-Chef Hervé Giaoui. Eine solche Gelegenheit habe er sich nicht entgehen lassen wollen.

Giaoui will den Kauf innerhalb von fünf bis acht Wochen abschließen. Er wolle Habitat im Ausland weiterentwickeln und dabei seine eigenen Franchise-Ketten nutzen, kündigte der Cafom-Chef an. Die Höhe der Kaufsumme wurde nicht mitgeteilt.

Einst Eigentum des Ikea-Gründers

Habitat Europe hat 27 Filialen in Frankreich, sechs in Spanien und fünf in Deutschland, unter anderem in Düsseldorf und Köln. Mit ihren rund 700 Mitarbeitern erwirtschafteten die Läden nach Angaben Giaouis im vergangenen Jahr einen Umsatz von 142 Millionen Euro. Dies sei gegenüber dem Vorjahr „fast stabil“ gewesen. Cafom wurde 2006 gegründet und ist auf den Verkauf von Möbeln, Haushaltszubehör und Elektrogeräten spezialisiert. Das Unternehmen beziffert seinen Jahresumsatz für 2010 auf gut 242 Millionen Euro.

Mit seinen modernen und farbenfreudigen Möbeln und Accessoires war Habitat lange Zeit ein Symbol für das Großbritannien der „Sixties“. 1992 wurde die Kette von der schwedischen Familie Kamprad aufgekauft, der auch Ikea gehört. Sie verkaufte es 2009 an den Investmentsfonds Hilco, der sich auf die Rettung angeschlagener Unternehmen spezialisert hat. In Großbritannien gelang Hilco dies nicht: Vor rund zwei Wochen verkaufte der Fonds die Marke Habitat sowie mehrere Filialen in London an die britische Gruppe Home Retail. Die anderen britischen Habitat-Filialen werden nun geschlossen. (afp)

 
 

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