Ferrero wird Kinderarbeit bei Ü-Eier-Produktion vorgeworfen

Schwere Vorwürfe gegen Ferrero. Der Konzern soll Schulkinder einsetzen, um die berühmten Überraschungseier zu fertigen, so ein Bericht.

London.  Die Justiz in Rumänien ermittelt wegen des Verdachts auf Kinderarbeit bei der Herstellung von Überraschungseiern gegen den Ferrero-Konzern. Mit der am Mittwoch bekannt gegebenen Entscheidung reagierte die Staatsanwaltschaft auf einen Bericht der britischen Boulevardzeitung „The Sun“, dem zufolge schulpflichtige Kinder eingesetzt würden, um kleine Spielzeuge in Plastikkapseln zu füllen, die dann in die Schoko-Eier eingelegt werden.

Der Hersteller der Kinderüberraschungseier, das italienische Unternehmen Ferrero (Nutella, Rocher), geht nach eigenen Angaben den Vorwürfen nach, wonach Spielzeug für die bekannten Süßwaren von Kindern hergestellt werden. Die Ermittlungen seien gründlich und würden mit Hochdruck geführt, teilte Ferrero am Mittwoch mit. Man sei über die mutmaßlichen Zustände in Rumänien entsetzt.

Angeblich 4,43 Euro für 1000 Eier

Hintergrund ist der Bericht in „The Sun“, wonach arme Familien in dem EU-Land das Spielzeug in Heimarbeit herstellen. Das Blatt zitierte eine Familie mit drei Kindern im Alter zwischen sechs und elf Jahren. Demnach werden ihnen für 1000 Eier umgerechnet 4,43 Euro gezahlt. Recherchen örtlicher Medien hatten diese Darstellung allerdings in Zweifel gezogen.

Dem Bericht zufolge bekommt die Familie die Einzelteile vom Ferrero-Zulieferer Romexa. Ein Manager der Firma kündigte an, die Verträge mit den betroffenen Fabriken zu kündigen, sollten die Vorwürfe stimmen. Ferrero verwies auf die Unternehmenspolitik, wonach Kinderarbeit verboten ist. Alle Zulieferer würden regelmäßig kontrolliert. (W.B./rtr)

 
 

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