Ferdinand Piëch verhandelt über seinen Ausstieg bei VW

Ferdinand Piëch, Ex-Aufsichtsratsvorsitzender von VW.
Ferdinand Piëch, Ex-Aufsichtsratsvorsitzender von VW.
Foto: Andreas Gebert / dpa
  • Einst war Ferdinand Piëch der starke Mann bei VW
  • Jetzt plant der 79-Jährige seinen endgültigen Abschied
  • Verhandlungen über den Verkauf seiner Aktien laufen bereits

Wolfsburg/Berlin.  Der frühere VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch (79) prüft einen Verkauf seiner Anteile an dem Autobauer. Wie die Porsche-Dachgesellschaft PSE am Freitag als Hauptaktionärin von Volkswagen mitteilte, führen die Familien Porsche und Piëch entsprechende Verhandlungen über eine Übertragung eines „wesentlichen Anteils“ der gehaltenen Stammaktien.

Piëch, der am 17. April 80 Jahre alt wird, ist Miteigentümer von Porsche und damit auch Großaktionär von VW. Piëch hält 14,7 Prozent der Stammaktien an der Porsche SE, die wiederum über 52 Prozent der Stimmrechte am Volkswagen-Konzern verfügt.

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Rücktritt nach Machtkampf mit Winterkorn

Er war bis April 2015 langjähriger VW-Aufsichtsratschef und galt als mächtigster Mann bei Volkswagen. Er trat nach einem internen Machtkampf mit dem damaligen Vorstandschef Martin Winterkorn von fast allen Ämtern zurück und blieb am Ende lediglich Aufsichtsrat bei der Porsche SE.

Mitglieder der Eigentümerfamilien Porsche und Piëch waren zuvor auf Distanz zu Ferdinand Piëch gegangen, nachdem der ehemalige VW-Aufsichtsratschef zuvor bei der Staatsanwaltschaft ausgesagt hatte, er habe das Präsidium des Aufsichtsrats auf Probleme in den USA hingewiesen – und zwar bevor der Dieselskandal aufgedeckt wurde.

Familien zeigen Interesse an Aktien

Zuvor hatte der „Spiegel“ berichtet, in den Familien sei diskutiert worden, ob Ferdinand Piëch seinen Aufsichtsratsposten bei der Porsche SE behalten solle. Derzeit verhandelten die Familien, die über ein Vorkaufsrecht verfügen, mit Piëch über die Übernahme seiner Aktien, die rund eine Milliarde Euro wert seien.

Die Familien Porsche und Piëch haben demnach großes Interesse an der Übernahme. Sie wollten verhindern, dass ein familienfremder Investor über Stammaktien und damit über Stimmrechte verfügt, so der „Spiegel“ weiter. (dpa/FMG)

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