Erdnussbutter seit Monaten ausverkauft – Fans völlig aufgebracht: Was steckt dahinter?

Erdnussbutter-Fans gehen in deutschen Supermärkten derzeit leer aus. (Symbolbild)
Erdnussbutter-Fans gehen in deutschen Supermärkten derzeit leer aus. (Symbolbild)
Foto: imago images / Levine-Roberts

Es sind harte Zeiten für Erdnussbutter-Liebhaber. Seit Wochen stehen die Fans des süßen Brotaufstriches in vielen deutschen Supermärkten vor leeren Regalen.

Bei Twitter und Co. spekulieren Erdnussbutter-Fans über die Gründe für den Engpass. Jetzt gibt es erste Erklärungsansätze.

Erdnusbutter-Rätsel: „Das kann doch nicht sein!“

Ende Juli schlug ein Twitter-User Alarm: „Hilfe! Es gibt keine Erdnussbutter mehr zu kaufen. Weiß irgendwer, warum?“ Einige machen sofort Donald Trump dafür verantwortlich: „Frag mal den amerikanischen Kasper. Kommt das Zeug nicht von dort?“ Andere haben etwas über Produkt-Rückrufe gehört. Greifbare Fakten bekommt er nicht, nur den Hinweis, dass manche Märkte noch Bio-Produkte verkaufen.

Damit geben sich die verzweifelten Erdnussbutter-Jünger nicht zufrieden: „Das kann doch auch nicht sein, dass man zu dem Engpass nichts findet... Bin ich der einzige, der Erdnussbutter liebt?!“, twittert ein User in der vergangenen Woche.

Jetzt gibt es jedoch erste Antworten.

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Einfuhr aus den USA komplett eingebrochen

Tatsächlich ist die Einfuhr von Erdnussbutter aus den USA, dem Mutterland der Peanutbutter, nach Deutschland fast komplett eingebrochen, berichtet das „Handelsblatt“.

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Demnach seien im Jahr 2018 1.078 Tonnen nach Deutschland importiert worden. Im Juni 2019 seien es hingegen nur noch ganze acht Tonnen gewesen.

Ist das der Grund für das Erdnussbutter-Rätsel

Dahinter könnte tatsächlich eine Entscheidung von Donald Trump stecken. Der hat als Reaktion auf die Strafzölle auf Stahl- und Aluimporte aus der EU seinerseits Strafzölle auf zahlreiche Importe in die EU erhoben. Darunter neben Jeans und Whiskey eben auch auf Erdnussbutter.

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Strafzölle - das sind die Konsequenzen

  • Die USA und die EU werfen sich gegenseitig Wettbewerbsverzerrung vor
  • Der Streit mündete in Strafzöllen
  • EU-Einkäufer müssen seitdem 25 Prozent auf bestimmte Waren draufzahlen
  • Kauft ein EU-Händler derzeit für 100 Euro Erdnussbutter, zahlt er also 25 Euro zusätzlich an die USA

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Ein möglicher Grund, warum viele Händler auf den Einkauf von Erdnussbutter aus den USA derzeit verzichten. Die Einkäufer selbst verweisen gegenüber dem „Handelsblatt“ auf Lieferschwierigkeiten, ohne ins Detail zu gehen. Doch es gibt noch Hoffnung.

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Supermärkte suchen nach Alternativen

So habe etwa der Lebensmittel-Riese Rewe einen Ausweg aus dem Erdnussbutter-Dilemma gefunden. Ein kanadischer Lieferant springe ein, teilte die Supermarkt-Kette auf Anfrage der Zeitung mit. Die ersten Lieferungen sollen zeitnah eintreffen. (ak)

 
 

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