Enervie dreht Teldafax die Leitung ab

3000 Kunden des Energieanbieters Teldafax müssen wohl zwangsweise den Versorger wechseln. Foto: Bodo Tietz
3000 Kunden des Energieanbieters Teldafax müssen wohl zwangsweise den Versorger wechseln. Foto: Bodo Tietz
Foto: WAZ FotoPool

Hagen.. Schlechte Nachrichten für 3000 Gas- und Stromkunden des Energieversorgers Teldafax in Hagen und Südwestfalen: Sie müssen sich darauf einstellen, ab dem 1. März Kunde bei ih­rem jeweiligen Grundversorger vor Ort zu werden. Hintergrund: Teldafax hat laut Netzbetreiber Enervie AssetNetWork die Miete für die Nutzung der Verteilnetze nicht bezahlt und auch nicht auf Mahnungen reagiert. Ei­ne Sprecherin von Teldafax räumte die Zahlungsverzögerungen ein. Mittlerweile sei die Rechnung aber beglichen.

3000 Teldafax-Kunden aus Hagen und Südwestfalen müssen sich darauf einstellen, Strom und Gas künftig wieder von ihren heimischen Stadtwerken zu beziehen – und das zu vermutlich höheren Preisen. Laut Enervie hat es Teldafax nämlich versäumt, Netzentgelte an die Enervie-Tochter AssetNetWork pünktlich zu bezahlen. Ein Enervie-Sprecher erklärte, Teldafax habe auch nicht auf Schreiben des Netzbetreibers reagiert. Bei Teldafax will man davon nichts wissen. Eine Sprecherin räumte zwar ein, dass es zu Zahlungsverzögerungen gekommen, die Rechnung aber beglichen sei. Aber man habe bei Enervie am Freitag niemanden mehr erreicht.

Hälfte der betroffenen Kunden aus Hagen

Die Sprecherin erklärte, keiner der Kunden müsse fürchten, künftig nicht mehr zum günstigen Teldafax-Tarif Gas und Strom nutzen zu können: „Wenn die Rechnung be­gli­chen ist, muss uns der Be­treiber auch wieder Zugang zum Netz gewähren.“ Da­von will man bei Enervie nichts wissen: „Unser Kenntnisstand ist, dass die Rechnung nicht bezahlt ist“, so ein Sprecher. Laut Enervie kommt die Hälfte der betroffenen Teldafax-Kunden aus Ha­gen, der Rest verteile sich auf Südwestfalen.

 
 

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