Energiekonzern RWE hat sich vom Atomwende-Einbruch erholt

Zwei Jahre nach der Atomwende hat der Energiekonzern RWE sein Betriebsergebnis über den Markterwartungen gesteigert. 2012 sei der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 10,1 Prozent auf 9,314 Milliarden Euro gestiegen. RWE kündigte an, die Erdöl- und Gasförderung einzustellen.

Essen. Deutschlands zweitgrößter Energiekonzern RWE hat sich vom Einbruch des Geschäfts nach der Atomwende 2011 erholt. Der Essener Versorger präsentierte am Dienstag einen deutlich verbesserten operativen Gewinn für das abgelaufene Geschäftsjahr. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen legte um ein Zehntel auf 9,3 Milliarden Euro zu. Das für die Dividendenberechnung entscheidende nachhaltige Nettoergebnis blieb mit knapp 2,5 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau. RWE plant eine Dividende von zwei Euro pro Aktie, was einer Ausschüttungsquote von 50 Prozent entspricht.

RWE mit seinen zahlreichen Braunkohlekraftwerken profitiert von den derzeit sehr niedrigen Preisen für CO2-Verschmutzungsrechte. Als viel zu hoch hatte RWE-Chef Peter Terium dagegen vor kurzem die Verschuldung des Konzerns in Höhe von rund 35 Milliarden Euro bezeichnet. Der Versorger bemüht sich um den Verkauf von Firmenteilen und will auch an Investitionen sparen.

Der Energiekonzern kündigte an, aus dem Erdöl- und Gasfördergeschäft aussteigen zu wollen. RWE prüfe Optionen, sämtliche Anteile an der RWE Dea AG zu veräußern, teilte das Unternehmen mit. Die geplante Veräußerung stehe im Zusammenhang mit der strategischen Weiterentwicklung des Konzerns. Sie werde das Investitionsvolumen entlasten und damit die Finanzkraft von RWE stärken. "Details und Durchführung einer Transaktion sind noch offen", teilte das Unternehmen mit. (dpa/rtr)

 
 

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