Ein guter Rat für Europa

Wer kein Interesse an einer abermaligen Finanzkrise in Europa hat, freut sich über den Rat des Generalanwalts am Europäischen Gerichtshof. Die Europäische Zentralbank (EZB) darf demnach unter bestimmten Bedingungen Staatsanleihen von Euro-Mitgliedsländern aufkaufen, um diese und die gemeinsame Währung zu stabilisieren. Ein großer Brocken auf dem Weg der langsamen wirtschaftlichen Erholung des Euroraumes ist damit beiseitegeräumt. Denn auch etwas gegen die einsetzende Deflation zu tun, fällt der Zentralbank nun leichter.

Zur Erinnerung: EZB-Präsident Mario Draghi hat vor zwei Jahren den Euro und damit möglicherweise auch den Zusammenhalt der EU gerettet. Im September 2012 erklärte er, „was auch immer nötig ist“ zu unternehmen, um die gemeinsame Währung Euro abzusichern. Der von Draghi angedrohte massive Aufkauf von Staatsanleihen südeuropäischer Staaten durch die EZB zeigte den Investoren auf den internationalen Finanzmärkten, dass sie keine Chance gegen die Finanzkraft der Zentralbank haben würden. Sie stellten die Spekulation gegen den Euro daraufhin ein.

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