Eigentumswohnungen im Ruhrgebiet verlieren an Wert

Die Preise für Eigentumswohnungen in NRW entwickeln sich von Stadt zu Stadt sehr unterschiedlich.
Die Preise für Eigentumswohnungen in NRW entwickeln sich von Stadt zu Stadt sehr unterschiedlich.
Foto: Roland Weihrauch/dpa
Die Preise für Eigentumswohnungen in Herne und Gelsenkirchen sind laut Online-Portal Immowelt in den vergangenen fünf Jahren im Schnitt stark gefallen. In Düsseldorf dagegen wurde es teurer. „Die Schere bei den Kaufpreisen in NRW könnte künftig noch weiter auseinandergehen“, heißt es bei Immowelt.

Düsseldorf/Herne. In NRW öffnet sich die Schere zwischen steigenden und sinkenden Immobilienpreisen. Das berichtet das Online-Portal Immowelt. Demnach kletterten in Düsseldorf die Preise für Eigentumswohnungen innerhalb von fünf Jahren um 36 Prozent auf 2533 Euro pro Quadratmeter. Zeitgleich rauschten in Herne die Preise um 26 Prozent nach unten.

Mehr Werteverfall als in Herne habe es seit dem Jahr 2008 in keiner anderen deutschen Stadt gegeben, berichtete Immowelt. In der Revierkommune habe der Quadratmeter im ersten Halbjahr 2013 im Schnitt nur noch 756 Euro gekostet. Günstiger sei es lediglich in Gelsenkirchen, wo die Preise um 23 Prozent auf 710 Euro fielen.

„Die Schere bei den Kaufpreisen in NRW könnte künftig noch weiter auseinandergehen“, sagte Immowelt-Vorstand Carsten Schlabritz.

Dortmund, Essen und Duisburg im Minus – Aachen, Bonn und Köln im Plus

In zwei Drittel der 37 Großstädte in Nordrhein-Westfalen sei Wohnungseigentum im Schnitt weniger wert als im Jahr 2008 – in Neuss lediglich ein Prozent, in Dortmund und Leverkusen fünf Prozent und in Essen acht Prozent.

Im zweistelligen Prozentbereich fielen die Preise in Hagen, Solingen und Mönchengladbach (minus zehn Prozent), in Bochum und Bottrop (minus 13 Prozent) sowie in Krefeld, Duisburg und Gelsenkirchen (minus 23 Prozent).

Deutlich gestiegen sind die Preise nach Angaben von Immowelt unter anderem in Aachen (30 Prozent), Paderborn (28 Prozent), Münster (23 Prozent), Bonn (21 Prozent), Bielefeld (18 Prozent) und Köln (17 Prozent).

 
 

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