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Eon schreibt 2016 größten Verlust der Firmengeschichte

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FILE PHOTO: The empty stage for the board of German utility giant E.ON is seen before the annual shareholders meeting in Essen, Germany June 8, 2016. REUTERS/Wolfgang Rattay/File Photo GLOBAL BUSINESS WEEK AHEAD PACKAGE Ð SEARCH BUSINESS WEEK AHEAD MARCH 13 FOR ALL IMAGES Foto: REUTERS
  • Insgesamt verbucht Eon für 2016 einen Fehlbetrag von 16 Milliarden Euro
  • Der Konzern hat angekündigt in Deutschland 1000 Arbeitsplätze abzubauen
  • Der Konzernumbau und die Abspaltung der Kraftwerkssparte Uniper machen Eon immer noch zu schaffen

Der Energiekonzern Eon hat im vergangenen Geschäftsjahr den höchsten Verlust seiner Unternehmensgeschichte eingefahren. Unter dem Strich habe der Versorger vor allem nach Abschreibungen auf die frühere Kraftwerkstochter Uniper einen Fehlbetrag von 16 Milliarden Euro erzielt, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Essen mit.

Essen. 

Die bevorzugte Einspeisung von Solar- und Windstrom hat die Preise im Großhandel kaputt gemacht, Eon musste viele Milliarden auf seine Kraftwerks-Beteiligung Uniper abschreiben. Hinzu kommen die Belastungen aus dem Atomausstieg. Eon wird Mitte des Jahres rund 10 Milliarden Euro an den staatlichen Atomfonds überweisen.

Tausende Arbeitsplätze bei Eon in Gefahr

Konzernweit dürften zudem bis zu 1300 Arbeitsplätze wegfallen, davon etwa 1000 in Deutschland, erklärte das Unternehmen am Mittwoch in Essen. Damit einher geht ein interner Umbau. Ab dem Jahr 2018 sollen so dauerhaft 400 Millionen Euro eingespart werden. Aktuell hat Eon insgesamt rund 43.000 Mitarbeiter.

Vor Zinsen und Steuern (Ebit) und um Sondereffekte bereinigt verdiente E.ON laut Bilanz 3,1 Milliarden Euro – 13 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Aktionäre sollen für 2016 eine Dividende von 21 Cent je Aktie nach 50 Cent im Vorjahr erhalten. Für 2017 stellte der Konzern 30 Cent in Aussicht. Das bereinige Ebit soll bei 2,8 bis 3,1 Milliarden Euro liegen und der bereinigte Überschuss bei 1,2 bis 1,45 Milliarden Euro.

Eon-Konzernchef schaut zuversichtlich in die Zukunft

„Die Bilanz des Übergangsjahres 2016 ist eine Zäsur, die den Weg von Eon in die neue Energiewelt frei macht“, meinte Konzernchef Johannes Teyssen. (dpa/rtr)