Dura-Belegschaft stimmt Schlichterspruch zu

Plettenberg..  Die Belegschaft des angeschlagenen Automobilzulieferers Dura hat gestern in einer Betriebsversammlung den Schlichterspruch von Landesschlichterin Anja Weber mit großer Mehrheit zugestimmt. Die von der Landesregierung berufene Schlichterin schlägt nach Angaben von Torsten Kasubke, Zweiten Bevollmächtigten bei der IG Metall und Verhandlungsführer für die Arbeitnehmerseite, zwar einen schrittweisen Personalabbau bis Ende 2017 von fast 1000 auf 532 Stellen vor - „der weh tut“ - , aber „er könnte einen gemeinsamen Weg in die Zukunft bedeuten“.

Denn nach dem Willen der Schlichterin soll die Produktion in den Werken Plettenberg und Kirchhundem-Selbecke (zu dem auch ein kleiner Ableger in Finnentrop-Lehnhausen gehört) zumindest bis Ende 2017 gesichert sein. „Die geplante Verlagerung soll also nicht stattfinden“, so Kasubke.

Als „weiteres Zugeständnis“ der Beschäftigten wurden die Maßnahmen zur Mehrarbeit genehmigt. Die Arbeitnehmerseite hatte erst unlängst erfolgreich vor dem Arbeitsgericht Lüdenscheid gegen eine Fortsetzung der Mehrarbeit am Wochenende geklagt.

Nach Torsten Kasubkes Meinung hat der jetzt vorgeschlagene „tragfähige Kompromiss“ das Zeug dazu, eine Zukunft der Dura-Standorte im Sauerland über 2017 hinaus möglich zu machen.

Die Schlichtungsvereinbarung umfasst den Zeitraum bis zum 31. Dezember 2017. Die Arbeitergeberseite hat bis heute um 9 Uhr Zeit, den Schlichtungsspruch anzunehmen oder abzulehnen.

 
 

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