Düstere Prognose für Flixbus – „Werden uns schwer tun“

Flixbus: Das Busunternehmen blickt der Zukunft kritischen entgegen. (Symbolbild)
Flixbus: Das Busunternehmen blickt der Zukunft kritischen entgegen. (Symbolbild)
Foto: imago images / Rust

Flixbus befördert seit 2013 Fahrgäste mit Fernbussen. Seit seiner Gründung verzeichnete das Unternehmen zunehmend steigende Fahrgast-Zahlen. Doch wie das Flixbus nun bekannt gibt, ist eine Kehrtwende zu erkennen.

Flixtrain steht dagegen besser da, hat mit der Deutschen Bahn aber einen schwierigen Konkurrenten.

Flixbus verliert Fahrgäste

Laut dem Flixmobility-Geschäftsführer André Schwämmlein hätte Flixbus und Flixtrain im Jahr 2019 22 Millionen Fahrgäste befördert. Damit hätte das Unternehmen die Zahl um 700.000 im Vergleich zu 2018 steigern können. Allerdings verbuche nur Flixtrain einen wachsenden Erfolg. Flixbus habe im Vergleich zum Vorjahr Fahrgäste verloren.

Und Schwämmlein befürchtet, dass das Jahr 2020 ähnliche Zahlen schreiben werde. So geht er davon aus: „Wir werden im Bus weniger Fahrgäste haben, im Zug mehr und eventuell insgesamt ein kleines Wachstum hinbekommen.“ Das Zuggeschäft läuft gut: Die Zahl der verkauften Fahrkarten hat sich vom Jahr 2018 auf 2019 fast verdoppelt. Dennoch kündigt Schwämmlein an, dass es schwerer werde, profitabel zu bleiben. Das Verkehrsunternehmen fühlt sich ungerecht behandelt, wie aus einem Bericht der Deutschen-Presse-Agentur hervorgeht.

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Flixmobility steht mächtiger Konkurrenz gegenüber

Denn soll die wachsende staatliche Unterstützung der Deutschen Bahn das Leben von Flixmobility schwerer machen. „Jetzt fließt kontinuierlich mehr Geld in den DB Konzern und keiner kann wirklich sicherstellen, dass diese Mittel in die Infrastruktur fließen und damit allen Nutzern zugutekommen“, sagt der Flixmobility-Geschäftsführer.

Weiter erklärt er: „Das verzerrt den Wettbewerb und macht es uns als privatwirtschaftlichem Unternehmen unmöglich, unser Geschäft in Deutschland im selben Maße wie bisher zu betreiben.“ Die Bundesregierung senkt nämlich auch die Mehrwertsteuer von 19 auf 7 Prozent, die für Zugfahrten ab 50 Kilometern nicht aber für Busfahrten gelten.

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Die Entscheidungen der Bundesregierung enttäusche und schockiere somit das Bus- und Zugunternehmen. Das wolle das Unternehmen so nicht hinnehmen und hat rechtlichen Widerstand angekündigt.

Flixbus zieht Konsequenzen - Fixtrain plant Ausbau

Für Schwämmlein sei es schließlich „unglaublich naiv“, sich bei der Verkehrswende allein auf die Deutsche Bahn zu verlassen. Konsequenzen sollen somit sein, dass Flixbus ab 2021 Strecken streichen will.

Flixtrain geht dagegen aber nicht ganz leer aus, denn es profitiert - ebenso wie die Deutsche Bahn - von der Steuersenkung. Derzeit hat das Zugunternehmen sieben Züge auf drei Strecken im Einsatz. Die Auslastung liege im Durchschnitt bei 70 Prozent. Die Fernzüge der Deutschen Bahn erreichten 2018 lediglich rund 56 Prozent.

Und So plant Flixtrain, neue Linien einzuführen. Im Frühjahr kommt erstmal die Strecke Hamburg-Stuttgart hinzu. Schwämmlein sagt: „Es wird langsam ein wirkliches Netz.“ Ob Flixmobility damit der Deutschen Bahn standhalten werden kann, ist unklar. (dpa mit nk)

 
 

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