Douglas prüft angeblich Verkauf der Thalia-Buchläden

Die Buchhandelskette Thalia kämpft mit rückgängigen Umsätzen. Foto: Michael Gottschalk/dapd
Die Buchhandelskette Thalia kämpft mit rückgängigen Umsätzen. Foto: Michael Gottschalk/dapd
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Will sich der Handelskonzern Douglas von seiner kriselnden Buchhandelskette Thalia trennen? Nach Medienberichten soll es bereits Sondierungsgespräche mit potenziellen Investoren geben.

Hagen. Die Handelskette Douglas prüft nach Informationen des „Manager Magazins“ einen Verkauf der kriselnden Buchhandelskette Thalia. Das Wirtschaftsmagazin berichtete am Mittwoch in seiner Online-Ausgabe unter Berufung auf Finanzkreise, es gebe bereits Sondierungsgespräche mit potenziellen Investoren.

Zu den Kaufinteressenten zählt dem Bericht zufolge die US-Beteiligungsgesellschaft Najafi, die in der Vergangenheit bereits die Buchclubs des Bertelsmann-Konzerns in Nordamerika und Frankreich erwarb. Ein verbindliches Kaufangebot liege aber offenbar noch nicht vor, hieß es.

Douglas räumt Interessensbekundungen ein

Douglas lehnte eine Stellungnahme zu den „Marktspekulationen“ ab, räumte aber ein, dass es „derzeit in der gesamten Buchbranche regelmäßig Interessenbekundung von dritter Seite“ gebe.

Die Buchhandelskette Thalia ist derzeit das Sorgenkind des Hagener Parfümerie-, Buch- und Schmuckhandelsimperiums. Die Kette leidet unter der zunehmen Konkurrenz des Online-Buchhandels und der wachsenden Bedeutung der E-Books.

Douglas betonte, das Unternehmen stehe mit den Problemen nicht allein: „Im gesamten stationären Buchhandel sind die Umsätze weltweit rückläufig.“ Doch arbeite das Thalia-Management mit Hochdruck an einem Restrukturierungsprogramm. Ziel sei es, dass Thalia wieder nachhaltig die Kapitalkosten verdiene. (dapd)

 
 

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