dm unter Druck: Wie die Konkurrenz den Platzhirsch in die Enge treibt

Drogeriemarkt dm gerät unter Druck.
Drogeriemarkt dm gerät unter Druck.
Foto: imago stock&people / imago/STPP
  • dm ist eine beliebte Drogeriekette bei den Deutschen
  • Doch die Konkurrenz setzt den Platzhirsch unter Druck – mit diesen Methoden

Berlin.  Befragungen zufolge ist der Drogeriemarkt dm äußerst beliebt bei den Verbrauchern. Zudem erwirtschaftete dm 2018 rund 3,2 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahr, hieß es laut „Wirtschaftswoche“ auf der Pressekonferenz zum Ende des Geschäftsjahres. Doch die Konkurrenz ist dm dicht auf den Fersen.

Rossmann ist nämlich inzwischen die größte Drogeriekette Deutschlands, da sie vor allem in Städten mehr Filialen baute als dm. Auch die Modernisierung und der Umbau bestehender Filialen schreitet schneller voran. Vor allem mit größeren Investitionen in den Online-Shop übt Rossmann Druck auf dm aus.

dm investiert kaum in Online-Shop

Denn dm behandelt seinen hauseigenen Online-Shop bisher eher stiefmütterlich. Kunden, die dort bestellen, müssen 4,95 Euro Lieferkosten bezahlen. An sich ist das üblich bei digitalen Händlern, doch die Lieferkosten entfallen nicht bei einem höheren Bestellwert wie das bei Konkurrent Rossmann der Fall ist. Im Gegenteil: Je mehr Nutzer kaufen, desto mehr müssen sie für die Lieferung berappen.

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Ausschließlich Kunden, die bei der Treue-Aktion „Mein dm“ angemeldet sind, müssen ab einem Bestellwert von 39 Euro keine Lieferkosten zahlen. Doch die Aktion ist bis zum 31.12.2018 befristet. Dieses Modell könnte sich künftig geschäftsschädigend auswirken.

Auch bezüglich des Aufbaus neuer Filialen hinkt dm hinterher. Eigentlich sollten dieses Jahr 90 neue Filialen gebaut werden. Aufgrund mangelnder Ressourcen in der Baubranche oder schleppender Genehmigungsverfahren seien einige Neueröffnungen jedoch ausgeblieben, sagt dm-Chef Erich Harsch.

Und auch wenn ein Umsatzwachstum von 3,2 Prozent für ein Unternehmen wie dm ordentlich ist, sinkt es im Vergleich zu den Vorjahren. Vor vier Jahren betrug das Umsatzwachstum bei dm noch satte zehn Prozent. (leve)

 
 

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