Tausende verärgerte dm-Kunden fordern diese revolutionäre Änderung von der Drogerie-Kette

Derzeit kann online eine Petition gegen Mikroplastik in Balea-Produkten unterzeichnet werden.
Derzeit kann online eine Petition gegen Mikroplastik in Balea-Produkten unterzeichnet werden.
Foto: imago / imago/STPP
  • In vielen Balea-Produkten befindet sich Mikroplastik
  • Die winzigen Plastikteilchen landen im Meer und im Trinkwasser
  • Eine Petition fordert dm dazu auf, die Inhaltsstoffe zu überarbeiten

Berlin.  Eine Petition fordert die Drogeriekette dm dazu auf Balea-Produkte radikal zu verändern. Unterschrieben haben fast 173.000 Menschen. Der Grund: In den Produkten befindet sich Mikroplastik. Flüssiges Plastik und winzige Plastikpartikel sind eine große Bedrohung für das Ökosystem. Kläranlagen können sie nicht herausfiltern, so geraten sie ins Trinkwasser und ins Meer.

Kunststoff verbleibt Hunderte Jahre lang in der Umwelt, klärt utopia.de auf. Die im Meer schwimmenden Mikroplastikteilchen werden von Tieren aufgenommen, bei denen das Material zu Entzündungen, Tumorbildung und erhöhten Sterberaten führt. Über die Nahrungskette landet das Plastik schließlich wieder beim Menschen.

Mikroplastik kommt als Binde- oder Schleifmittel zum Einsatz

In den USA und einigen anderen Ländern ist die Verwendung von Mikroplastik in Kosmetika schon verboten, wie businessinsider.de schreibt. Hierzulande ist das tückische Material jedoch noch erlaubt. So findet sich Mikroplastik als Binde- oder Schleifmittel in vielen Produkten.

----------------

Mehr zum Thema:

dm sucht Sexspielzeug-Tester via Facebook – und die Reaktion der Kunden ist eindeutig

Darum nimmt dm jetzt diese Produkte aus dem Sortiment

dm bietet Geldabheben an! In diese Märkten gibt es den Service bereits

----------------

Dabei wäre es möglich, die Plastikpartikel zu ersetzen. 2014 haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Institutes biologisch abbaubares Wachs vorgestellt, das eine ähnliche Funktion erfüllen kann. Sie werden aber noch nicht im industriellen Maßstab vertrieben.

Das Ziel der Petition sind 200.000 Unterschriften, damit die Kampagnenleiterin ein Treffen mit der Geschäftsleitung von Dm arrangieren kann. Eine Verpflichtungen für die Drogeriekette bringt die Unterschriftenaktion jedoch nicht mit sich. (raer)

 
 

EURE FAVORITEN