Dieser Euro-Schein wird in Kürze abgeschafft – das musst du wissen

Der 500-Euro-Schein wird abgeschafft.
Der 500-Euro-Schein wird abgeschafft.
Foto: dpa

Den größten Geldschein des Euro gibt es in Kürze nicht mehr: Nur noch bis Freitag ist der 500-Euro-Schein bei der Deutschen Bundesbank erhältlich, danach musst du hohe Summen bar mit dem 100- oder 200-Euro-Schein bezahlen.

Schon 2016 hatte die Europäische Zentralbank EZB beschlossen, den 500-Euro-Schein nicht mehr zu drucken. Der Grund: Es gab Bedenken, dass durch den hochwertigen Schein Terror und Schwarzarbeit leichter zu finanzieren seien. Ob durch das Wegfallen des 500-Euro-Scheines illegale Aktivitäten reduziert werden können, ist jedoch umstritten.

500-Euro-Schein wird abgeschafft: Zweifel an den Gründen

Wenn du noch welche von den lilafarbenen Geldscheinen im Schrank hast, musst du dir deswegen keine Sorgen machen. Denn die „500-Euro-Banknote bleibt gesetzliches Zahlungsmittel und behält auf Dauer ihren Wert“, schreibt die EZB.

Die Scheine sollen unbegrenzt umtauschbar sein. „Außergewöhnliche Hortungsaktivitäten gab es nicht“, sagte Bundesbank-Vorstand Johannes Beermann der Deutschen Presse-Agentur. Die Nachfrage in Deutschland sei seit Jahresbeginn stabil.

Die deutsche und die österreichische Notenbank bringen netto die meisten 500-Euro-Banknoten in Umlauf. Deswegen wurde der Schein in den beiden Ländern noch länger ausgegeben. Alle anderen Zentralbanken verzichten schon seit Januar auf die Banknote.

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Die Bundesbank beurteilt das Ende der großen Banknoten skeptisch. Es fehle „weiter am empirischen Nachweis, dass durch Maßnahmen wie die Abschaffung von Banknoten mit hohem Nennwert oder die Einführung von Barzahlungsobergrenzen tatsächlich Steuerhinterziehung und andere kriminelle Aktivitäten effektiv bekämpft werden können“, heißt es im Monatsbericht der Notenbank für März.

Nur wenig Bargeld in der Schattenwirtschaft

Einer Bundesbank-Modellrechnung zufolge wird Bargeld generell nur zu einem geringen Teil missbräuchlich in der sogenannten Schattenwirtschaft genutzt. Den Berechnungen zufolge lassen sich im Durchschnitt etwa 14 Prozent der Bareinzahlungen in Bundesbank-Filialen „indirekt auf die Schattenwirtschaft zurückführen“.

Schätzungen zufolge liegt der Anteil von Aktivitäten wie Schwarzarbeit, Schmuggel oder Drogenhandel am deutschen Bruttoinlandsprodukt (BIP) zwischen 2 und fast 17 Prozent.

Die Annahmen gehen also weit auseinander. „Schon aus diesen Zahlen wird klar, dass alle Untersuchungen der Schattenwirtschaft sehr vorsichtig interpretiert werden sollten und es kaum klare Ergebnisse geben kann“, sagte Beermann der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.

 
 

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