Burgerladen gegen Versandgigant: Wie der Versandhandel einem kleinen Restaurant in Hamburg zusetzt

Hauptverwaltung der Otto Group in Hamburg.
Hauptverwaltung der Otto Group in Hamburg.
Foto: wolterfoto / imago
  • In Hamburg läuft zur Zeit ein Rechtsstreit zwischen Otto und Otto
  • Der Versandhandel klagte gegen den gleichnamigen Burgerbrater
  • Aber der will sich mit allen Mitteln zur Wehr setzen

Hamburg.  Ein Burgerladen in Hamburg mit vier Restaurants nennt sich „Otto’s Burger“, nach dem Koch Otto Kuase. Der soll Ende des 19. Jahrhunderts die ersten Hamburger erfunden haben. Aber einem schmeckt die Benennung des Ladens gar nicht: dem ebenfalls in der Hansestadt beheimateten Versandhandel Otto.

Das Versandhaus wollte, dass der Burgerbrater die eingetragenen Namensrechte abgibt. Das sah der Restaurantbesitzer Daniel MacGowan nicht ein, er ließ es auf einen Rechtsstreit mit dem Versandriesen ankommen. „Es scheint, dass es um so viel Geld wie möglich gehen soll, damit wir einknicken“, sagte MacGowan gegenüber dem „Stern“.

MacGowan: Versandhaus ging aggressiv vor

Die Streitsumme beträgt laut dem Bericht 750.000 Euro. Daniel MacGowan ist verzweifelt, aber gleichzeitig erleichtert, dass in dem Steit ein Ende absehbar ist. „Sie sind recht aggressiv vorgegangen. Alle drei Geschäftsführer sind persönlich angeklagt“, erklärte der Burgerladen-Chef.

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In dem bisher drei Jahre andauernder Rechtsstreit gab es Anfang Juni die erste Anhörung vor dem Zivilgericht in Hamburg. Diese dauerte eine halbe Stunde, hinterher kam MacGowan optimistisch heraus, berichtet die „Hamburger Morgenpost“. Ein Urteil wird für Juli erwartet. (dahe)

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