Die Welle der Warnstreiks rollt weiter

Hagen/Siegen/Netphen..  Die IG Metall lässt die Muskeln spielen: Mit massiven Warnstreiks in 280 Betrieben in NRW will sie ihrer Forderung nach fünf Prozent mehr Geld Nachdruck verleihen. Rund 35 000 Beschäftigte sollen sich an den Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie beteiligen. Gestern war eine Kundgebung mit 1800 Beschäftigten von Bombardier in Netphen die größte Aktion in Nordrhein-Westfalen. Insgesamt legten fast 30 000 Beschäftigte die Arbeit kurzzeitig nieder.

Der Streikaufruf für den heutigen Dienstag richtet sich auch an Beschäftigte in Betrieben in Brilon, Olsberg, Olpe, Freudenberg, Iserlohn, Hemer, Lippstadt und Hagen-Hohenlimburg. Landesweit sollen die Beschäftigten in 280 NRW-Betrieben die Arbeit vorübergehend (bis zu vier Stunden) niederlegen.

IG-Metall-Chef Jörg Hofmann hatte am Wochenende den Arbeitgebern auch mit unbefristeten Streiks gedroht. Die Tarifverhandlungen gehen am 11. Mai zunächst in Baden-Württemberg in die vierte Runde. In NRW stand zunächst noch kein weiterer Verhandlungstermin fest.

Kritik an Warnstreiks

Derweil kritisiert der Verband der Siegerländer Metallindustrie (VdSM) die Warnstreiks als „völlig unnötige Verschärfung“ der laufenden Tarifrunde. Der Verband fordert die Rückkehr der Arbeitnehmervertreter an den Verhandlungstisch und mahnt mit Hinweis auf „den Russland-Ukraine-Konflikt, die Brandherde im Nahen Osten und die abflauende Dynamik in China“ einen maßvollen Abschluss an.

 
 

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