Durchschnittslohn in Deutschland: Das verdient der normale Arbeitnehmer

Das Einkommen eines normalen Arbeitnehmers in Deutschland variiert stark – liegst du im Durchschnitt?
Das Einkommen eines normalen Arbeitnehmers in Deutschland variiert stark – liegst du im Durchschnitt?
Foto: imago images/Panthermedia/Symbolbild

Die Schere beim Einkommen in Deutschland könnte nicht weiter auseinander gehen. Einige können noch nicht einmal ihre Rechnungen bezahlen, andere fliegen vier Mal im Jahr in die Karibik. Doch was steht am Ende des Monats auf dem Konto eines durchschnittlichen Arbeitnehmers?

Deutschland: So viel verdient der normale Arbeitnehmer

Prinzipiell ist es schwierig das Durchschnitteinkommen in Deutschland genau zu ermitteln. Der Wert verändert sich ständig und verschiedene Studien kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen.

Der Durchschnittsbürger in Deutschland verdient laut Statistischem Bundesamt 3.880 Euro im Monat (Stand: 2018). Das ist allerdings das Bruttoeinkommen. Mit den gesetzlichen Abzügen wie Steuern, Versicherungen und Renteneinzahlung bleiben dem normalen Arbeitnehmer im Durchschnitt 2.700 Euro über. Wenn man das Einkommen auf ein Jahresgehalt umrechnet, kommt der Arbeitnehmer Ende Dezember auf einen Lohn zwischen 32.000 und 35.000 Euro.

In diesen Branchen verdienst du am meisten

Wenn du eine Vollzeitkraft im Bereich Energieversorgung bist, hast du Glück. Da kann dein Monatsgehalt sich schon einmal zwischen 4.900 und 5.200 Euro belaufen. Auf dem zweiten Platz landen die Journalisten, Werbeexperten und Fernsehleute. Auch der Bereich Versicherungen und Finanzen liegt mit seinen Gehältern ganz weit vorne.

Die Arbeitnehmer in der Gastronomie und der Hotelbranche kommen bei der Auswertung schlechter weg. Da liegt das monatliche Bruttoeinkommen mit rund 2.300 Euro unter dem Durchschnitt.

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Bildung spielt eine große Rolle

Nach einer neuen Studie vom Institut der Deutschen Wirtschaft spielt die Bildung eine nicht unerhebliche Rolle beim monatlichen Kontostand. Wer in die oberen zehn Prozent bei den Einkommensgruppen kommen möchte, sollte einen Abschluss an einer Universität oder Hochschule machen. Wer keinen Schul- oder Berufsabschluss macht, schrammt nur knapp mit dem Gehalt an der Armutsgrenze in Deutschland vorbei.

Aber nicht nur die Bildung zählt als Faktor, sondern auch der Wohnort laut des Instituts. Osten und Westen haben immer noch einen großen Stellenwert, wenn es um das Einkommen geht. Mit 2.839 Euro netto gehört ein lediger Arbeitnehmer im Osten zu den Top zehn Prozent, in Westdeutschland zählt er damit nur zu den Top 20. Ein weiterer Unterschied ist der Standort. Auf dem Land ist der Verdienst geringer als in der Stadt. (el)

 
 

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