Deutsche Bank kann nun die Postbank übernehmen

Frankfurt/Main. Das Bundeskartellamt hat der Deutschen Bank grünes Licht für eine Übernahme der Mehrheit bei der Deutschen Postbank in drei Schritten gegeben. «Ein Abschluss der Transaktion kann somit in Kürze erfolgen.»

Das Bundeskartellamt hat der Deutschen Bank grünes Licht für eine Übernahme der Mehrheit bei der Deutschen Postbank in drei Schritten gegeben. «Ein Abschluss der Transaktion kann somit in Kürze erfolgen», sagte ein Sprecher der Deutschen Bank am Mittwoch. Die Bank und die Deutsche Post hatten bereits vorher mitgeteilt, dass sie bis spätestens 27. Februar mit einem Vollzug rechnen. Die Deutsche Bank hat die vertragliche Zusicherung, dass sie ihren Postbank-Anteil danach drei Jahre auf bis zu 62,4 Prozent ausbauen kann.

Ursprünglich war eine Transaktion in zwei Schritten vorgesehen, wobei die Deutsche Bank zunächst 29,75 Prozent der Postbank-Aktien übernehmen sollte und später der Erwerb weiterer bis zu 20,25 Prozent plus einer Aktie über Kauf- und Verkaufsoptionen geregelt war.

Mitte Januar einigten sich Postbank-Mutterkonzern Deutsche Post und die Deutsche Bank dann auf eine für die Frankfurter Bank kapitalschonendere Übernahme. Dafür erhält die Deutsche Post die Erlöse aus der Gesamttransaktion am Tag des Abschlusses und damit drei Jahre früher als zunächst geplant. Der Barwert der Transaktion entspricht jetzt 4,9 Milliarden Euro.

50 Millionen Postbank-Aktien

In einem ersten Schritt wird die Deutsche Bank nun 50 Millionen Postbank-Aktien - das entspricht einem Anteil von 22,9 Prozent - erwerben, voraussichtlich im Rahmen einer Sachkapitalerhöhung im Wert von etwa 1,1 Milliarden Euro unter Ausschluss des Bezugsrechts. In Folge dessen wird die Post einen Anteil von rund 8 Prozent an der Deutschen Bank halten. Über die eine Hälfte dieser Aktien kann die Post ab Ende April frei verfügen, über die andere Hälfte ab Mitte Juni.

Ferner zeichnet die Deutsche Bank eine Pflichtumtauschanleihe der Deutschen Post, die nach Ablauf von drei Jahren inklusive der aufgelaufenen Zinsen in 60 Millionen Postbank-Aktien oder 27,4 Prozent des Kapitals getauscht wird. Für die verbleibenden Aktien oder 12,1 Prozent des Kapitals bestehen weiterhin Kauf- und Verkaufsoptionen. (ddp)

Mehr zum Thema:

 
 

EURE FAVORITEN