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Darum verdient die Fidget-Spinner-Erfinderin keinen Cent am Spielzeug-Hype

Darum verdient die Fidget-Spinner-Erfinderin keinen Cent am Spielzeug-Hype

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dpatopbilder - Ein Kind spielt am 05.06.2017 in Frankfurt am Main (Hessen) mit einem Fidget-Spinner. Die flachen Drehkreisel liegen derzeit bei deutschen Kindern im Trend und werden hunderttausendfach verkauft. Foto: Boris Roessler/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ Foto: dpa
  • Fidget Spinner sind derzeit DAS Trendspielzeug auf Schulhöfen
  • Doch seine Erfinderin bringt der Erfolg kein Geld
  • Das ist der Grund dafür

Berlin. 

Verpasst man ihnen einen Schwung, drehen sie sich zum Teil minutenlang: Fidget Spinner sind der neue heiße Scheiß auf Deutschlands Schulhöfen. Herübergeschwappt ist der Trend wie so oft aus den USA. Von dort stammt auch die Idee für das Spielzeug – doch der Hype bringt Fidget-Spinner-Erfinderin Catherine Hettinger keinen Cent.

Wie die heute 62-Jährige dem „Guardian“ erzählte, meldete Hettinger 1997 ein Patent für ihre nicht-mechanische Grundversion des Fidget Spinners an. Sie hielt es acht Jahre lang aufrecht, nachdem mehrere namhafte Hersteller eine Serienproduktion abgelehnt hatten.

2005 musste Hettinger das Patent aber aus einem traurigen Grund verstreichen lassen: Ihr fehlten die 400 Dollar (360 Euro) für die Erneuerungsgebühr.

Hettinger musste in kleinere Wohnung umziehen

„Ich hatte das Geld einfach nicht. So einfach ist das“, sagte Hettinger dem „Guardian“. Während Händler weltweit nun Profite mit dem Spielzeug einfahren, muss die 62-Jährige jeden Cent umdrehen. Zuletzt zog sie aus ihrem kleinen Haus in eine billigere Wohnung.

Hettinger betont aber, dass sie nicht verbittert über die verpasste Chance sei. Vielmehr fühle sie sich durch die plötzliche Popularität ihrer Erfindung angespornt. „Ich bin einfach nur froh, dass etwas, das ich designt habe, den Menschen gefällt“, so Hettinger.

Erfinderin sammelt Geld für ihren Fidget Spinner

Die 62-Jährige kämpft sich derzeit mit Gelegenheitsjobs im Technik-Bereich durch, berät andere Erfinder bei Tüftler-Treffen in Florida und plant, ihr Original-Spinner-Design zu produzieren. Doch auch dafür braucht Hettinger erst mal Geld: Auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter kannst du sie unterstützen. (cho)