Commerzbank streicht 10.000 Stellen – jeder dritte Arbeitsplatz betroffen

Die Commerzbank streicht 10.000 Stellen.
Die Commerzbank streicht 10.000 Stellen.
Foto: dpa

Jeder dritte Arbeitsplatz soll bei der Commerzbank in Deutschland gestrichen werden.

Die Commerzbank will bis 2024 brutto rund 10.000 Vollzeitstellen abbauen. Das teilte der Frankfurter Konzern am Donnerstag mit.

Commerzbank will 10.000 Stellen streichen

Entsprechende Eckdaten der Sparpläne des Vorstands sollen am 3. Februar vom Aufsichtsrat erörtert werden. „Im Nachgang soll die neue Strategie vom Vorstand beschlossen werden“, heißt es in der Commerzbank-Mitteilung.

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Nur 450 Standorte sollen übrig bleiben

Von derzeit bundesweit 790 Filialen sollen noch 450 Standorte übrig bleiben. Digitale Angebote für Kunden will die Bank, die dabei ist, ihre Online-Tochter Comdirect zu integrieren, deutlich ausbauen.

Mit dem harten Sparkurs, der sich bereits im vergangenen Jahr angedeutet hatte, will das seit der Finanzkrise 2008/2009 teilverstaatlichte Institut die Kosten deutlich senken. Bis zum Jahr 2024 sollen die Kosten im Vergleich 2020 um 1,4 Milliarden Euro verringert werden.

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Vorstandschef Manfred Knof teilt mit: „Wir wollen uns auf die Stärken der Commerzbank konzentrieren und damit ihre Leistungsfähigkeit nachhaltig sichern. Dafür werden wir mit aller Konsequenz Komplexität reduzieren und Kosten senken. Unsere Ziele sind sehr anspruchsvoll, aber wir werden alles Notwendige tun, um sie zu erreichen.“

Bereits letztes Jahr gab es solche radikalen Sparpläne

Ähnlich radikale Sparpläne hatte schon der bisherige Vorstand unter Führung von Martin Zielke im vergangenen Jahr entworfen. Digitalisierung und Zinstief setzen die gesamte Branche unter Druck.

Doch bei der Commerzbank geriet der Konzernumbau ins Stocken, weil Zielke nach Kritik von Investoren seinen Rücktritt erklärte und zudem die Spitze des Aufsichtsrates neu besetzt werden musste. (fb/dpa)

 
 

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