Chinesen übernehmen Anteil von Peugeot und Citroën

Der Autobauer Peugeot hat jetzt einen Anteilseigner aus China.
Der Autobauer Peugeot hat jetzt einen Anteilseigner aus China.
Foto: afp
Der angeschlagene Autobauer PSA Peugeot Citroën stärkt sich mit neuen Partnern. Der französische Staat und der chinesische Hersteller Dongfeng können beim zweitgrößten europäischen Hersteller einsteigen. Das habe der Aufsichtsrat am Dienstag in Paris beschlossen.

Paris. Der Aufsichtsrat des kriselnden Autobauers PSA Peugeot Citroën hat endgültig für einen Kapitaleinstieg des chinesischen Konzerns Dongfeng und des französischen Staates gestimmt. Bei einer Sitzung in Paris machte das Gremium am Dienstag den Weg für eine Kapitalerhöhung von insgesamt drei Milliarden Euro frei, wie aus informierten Kreisen in Paris verlautete. Der französische Staat und der Dongfeng sollen mit jeweils 800 Millionen Euro einsteigen und damit künftig jeweils 14 Prozent der PSA-Anteile halten.

Dagegen sinkt der Einfluss der Familie Peugeot in dem Konzern: Sie wird künftig ebenfalls nur 14 Prozent der PSA-Anteile halten, wie aus den Kreisen verlautete. Bislang waren es 25,4 Prozent. PSA will die Beschlüsse des Aufsichtsrates am Mittwochmorgen offiziell bekanntgeben, zusammen mit den Geschäftszahlen des vergangenen Jahres.

Frankreichs größter Autobauer steckt seit Jahren in der Krise und braucht dringend frisches Kapital. Der Konzern leidet besonders unter dem Einbruch des Absatzes in Europa, seinem wichtigsten Markt, und hat bereits einen Spar- und Restrukturierungsplan aufgelegt, der die Streichung von mehr als 11.000 Stellen und die Schließung des Werks in Aulnay-sous-Bois bei Paris vorsieht. Vom Eintritt von Dongfeng erhofft sich das Unternehmen nicht zuletzt neue Absatzmöglichkeiten außerhalb Europas. (afp/dpa)

 
 

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