BUND: E10 rechnet sich nicht

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hat seine Kritik am Superkraftstoff E10 mit Blick auf einen Vorstoß von Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) erneuert. "E10 rechnet sich nicht für die CO2-Bilanz, nicht für den Verbraucher und erst recht nicht für die Umwelt", sagte BUND-Verkehrsexperte Jens Hilgenberg am Donnerstag der Nachrichtenagentur dapd.

Berlin (dapd). Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hat seine Kritik am Superkraftstoff E10 mit Blick auf einen Vorstoß von Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) erneuert. "E10 rechnet sich nicht für die CO2-Bilanz, nicht für den Verbraucher und erst recht nicht für die Umwelt", sagte BUND-Verkehrsexperte Jens Hilgenberg am Donnerstag der Nachrichtenagentur dapd.

Neben der "Teller-Tank-Problematik" sieht Hilgenberg riesige Probleme für die Umwelt. Als Netto-Getreide-Importeur übe Deutschland einen direkten Einfluss auf die Produzenten aus, die, um die eigene Bevölkerung satt zu bekommen, immer mehr Urwald- und Sumpfflächen rodeten und landwirtschaftlich nutzten. "Erst wenn Deutschland eine eigene Überproduktion an Getreide erzielt, kann man wieder ernsthaft in größeren Maßstäben über den Einsatz von E10 nachdenken", sagte Hilgenberg.

dapd

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