Bilfinger verkauft „Power“-Sparte

Oberhausen..  Der Baukonzern Bilfinger möchte sich in Zukunft auf sein Industrie- und Immobiliengeschäft konzentrieren. Dafür soll die kriselnde Kraftwerkssparte, die erst 2013 ihren neuen Sitz in Oberhausen bezog, verkauft werden. Bilfinger rechnet damit, dass das Geschäftsfeld „Power“ mit weltweit rund 11 000 Mitarbeitern (2014) in diesem Geschäftsjahr ein negatives Ergebnis in Höhe von 100 Millionen Euro einfahren wird, bei einer Gesamtleistung von 1,45 Milliarden Euro. Die Anleger reagierten gestern mit Verkäufen auf die Nachricht. Die Aktie brach im Tagesverlauf um bis zu 14 Prozent ein und fiel auf den niedrigsten Stand seit 2009.

Jörg Schlüter, Gewerkschaftssekretär der IG Metall in Oberhausen, reagierte zunächst geschockt auf die Nachricht. Gleichzeitig verbindet er mit einem Verkauf der Kraftwerkssparte aber auch die Hoffnung, dass ein potenzieller Käufer in das Geschäft investieren könnte. „Eine Zerschlagung muss vermieden werden.“

Die Oberhausener Stadtspitze, vor Ort sind 400 Beschäftigte betroffen, hat Kontakt mit Bilfinger aufgenommen. Man teile mit den Beschäftigten die Hoffnung, dass das Unternehmen mit seinem Know-how attraktiv sei, heißt es von Oberbürgermeister Klaus Wehling (SPD).

EURE FAVORITEN