Bericht: Fusion von Karstadt und Kaufhof könnte wackeln

Die Warenhausketten Kaufhof und Karstadt stehen wegen des Online-Handels unter Druck.
Die Warenhausketten Kaufhof und Karstadt stehen wegen des Online-Handels unter Druck.
Foto: Oberhaeuser / imago/Rupert Oberhäuser
Karstadt und Kaufhof wollten sich zusammenschließen, um Kosten zu sparen. Doch die Fusion könnte einem Bericht zufolge scheitern.

München/Düsseldorf.  Die geplante Fusion der Warenhauskonzerne Karstadt und Kaufhof könnte nach Recherchen der „Süddeutschen Zeitung“ in Gefahr geraten.

Wie das Blatt am Sonntagabend berichtete, stellt die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) dem kanadischen Kaufhof-Mutterkonzern Hudsons’s Bay Company (HBC) verklausuliert ein Ultimatum zum 30. September: Bis dahin soll HBC die der Landesbank vor drei Jahren zugesagten Kreditbedingungen erfüllen.

Falls nicht, könnte LBBW laut „SZ“ den Kredit von 1,34 Milliarden Euro fällig stellen. Dies würde das Unternehmen aber vor Schwierigkeiten stellen, heißt es. Solange HBC der Bank Antworten schuldig bleibe, wackele auch die geplante Fusion.

Fusion sollte Kosten einsparen

Eines der wichtigsten Kriterien bei der Beurteilung ist demnach die Geschäftsentwicklung von Kaufhof. HBC hatte den Banken um die LBBW Gewinne versprochen, doch mehrten sich zuletzt nach „SZ“-Informationen die Verluste.

Die Warenhausketten stehen aufgrund des wachsenden Online-Handels sowie durch immer mehr Einkaufszentren in den Innenstädten unter Druck. Durch den Zusammenschluss der beiden Rivalen sollen Kosten gespart werden . Außerdem entfielen teure Rabattschlachten. Kaufhof betreibt in Deutschland 96 Filialen, Karstadt rund 80. (dpa)

 
 

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