BASF steuert auf Kurzarbeit zu

Ludwigshafen. Die weltweite Wirtschaftskrise macht dem Chemie-Branchenprimus BASF immer mehr zu schaffen. Das Geschäft sei im Dezember stärker als noch im November erwartet eingebrochen, teilte das Unternehmen am Montag mit. BASF kündigte deshalb für einige Betriebe Kurzarbeit an.

BASF kommt bei einer Verschärfung der Wirtschaftskrise voraussichtlich nicht mehr um Kurzarbeit am Firmensitz in Ludwigshafen herum. "Darauf müssen wir uns mit dem Betriebsrat vorsorglich vorbereiten", erklärte Standortleiter Harald Schwager in der Januar-Ausgabe der BASF-Mitarbeiterzeitung. Noch komme BASF in Ludwigshafen mit flexiblen Arbeitszeit-Instrumenten zurecht wie dem Abbau von Zeitkonten und Urlaubsregelungen. "Dieser Puffer wird nach und nach aufgebraucht und daher bei weiter anhaltender Nachfrageschwäche nicht ausreichen", warnte Schwager.

Produktion heruntergefahren

Ludwigshafen ist mit rund 32.000 Beschäftigten der größte Standort des Chemie-Branchenprimus. Wegen des Nachfrageeinbruchs hatte BASF die Produktion in vielen Betrieben heruntergefahren. Rund 80 Anlagen weltweit sollten vorübergehend stillgelegt, die Produktion in weiteren gut 100 Anlagen gedrosselt werden. Allein von den im November angekündigten Schritten sollten in Ludwigshafen rund 5000 Beschäftigte betroffen sein.

Schwager sieht trotz allem noch Möglichkeiten, Kurzarbeit zumindest zeitweise zu vermeiden. Dazu gehöre ein befristeter Wechsel von Beschäftigten zwischen einzelnen Betrieben und Bereichen, sagte der Manager. An seinem Standort Antwerpen habe BASF dies bereits praktiziert. (rtr)

Mehr zum Thema:

 
 

EURE FAVORITEN