Auch Ukraine unterzeichnet Abkommen zu Gaslieferungen

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Kiew. Im Gasstreit mit Moskau hat in der Nacht zum Sonntag auch die Ukraine ein Abkommen über die Überwachung russischer Gaslieferungen unterzeichnet und damit den Weg für die Wiederaufnahme der Versorgung Europas freigemacht. EU-Ratspräsident Mirek Topolanek hatte in dem Konflikt vermittelt.

Nichts hindere Russland jetzt noch daran, seine Gaslieferungen fortzusetzen, sagte EU-Ratspräsident Mirek Topolanek nach stundenlangen Vermittlungen in Moskau und Kiew. Vertreter Russlands und der EU hatten das Abkommen bereits am Samstag unterzeichnet.

Moskau bestand vor der Wiederaufnahme seiner Gaslieferungen durch die Ukraine nach Westeuropa auf einem schriftlichen Abkommen über die geplante EU-Beobachtermission. Der russische Ministerpräsident Wladimir Putin hat angekündigt, die Gaslieferungen wiederaufzunehmen, sobald der Vertrag unterschrieben und die Beobachterdelegation vor Ort ist. Bis zu einem Start der russischen Lieferungen könnten rund 30 Stunden vergehen, sagte ein Berater des ukrainischen Präsidenten Viktor Juschtschenko der Nachrichtenagentur AP. Die Ukraine brauche weitere 36 Stunden für die Weiterleitung.

Beobachter prüfen den Gasfluss

Der am Freitag getroffenen mündlichen Vereinbarung zufolge sollen die Beobachter den Gasfluss durch die Ukraine nach Westeuropa überprüfen. Moskau hat den am Mittwoch verfügten Lieferstopp damit begründet, dass die Ukraine die durch ihr Territorium verlaufenden Transitleitungen angezapft habe. Eben dies müssten die Beobachter verhindern. Kiew hat die Vorwürfe entschieden zurückgewiesen. (ap)

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