Arbeitslosigkeit auf tiefstem Stand seit Wiedervereinigung

Die Nachfrage der Betriebe nach neuen Mitarbeitern steige kräftig, heißt es beim der Bundesagentur für Arbeit.
Die Nachfrage der Betriebe nach neuen Mitarbeitern steige kräftig, heißt es beim der Bundesagentur für Arbeit.
Foto: Jens Büttner / dpa
  • Der Dauer-Boom der deutschen Wirtschaft hält unvermindert an
  • Das hat Auswirkungen auf die Arbeitslosenzahl Sie sinkt auf 2,368 Millionen
  • Seit 1990 lag die Zahl nicht mehr so niedrig

Nürnberg/Berlin.  Der Dauer-Boom der deutschen Wirtschaft drückt die Arbeitslosigkeit auf immer neue Tiefstände. Im November hatten 2,368 Millionen Frauen und Männer keinen Job – so wenige wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Das waren 20.000 weniger als im Vormonat und 164.000 weniger als ein Jahr zuvor.

„Die sehr gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt hält an“, sagte das Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit (BA), Valerie Holsboer, am Donnerstag. „Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und die Nachfrage der Betriebe nach neuen Mitarbeitern steigen auf hohem Niveau weiter kräftig.“ Derzeit sind 772.000 offene Stellen gemeldet, 91.000 mehr als vor Jahresfrist.

Ökonomen prognostizieren Aufschwung auch für 2018 und 2019

Unter Herausrechnung jahreszeitlicher Schwankungen nahm die Erwerbslosigkeit im November um 18.000 ab. Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich einen Rückgang von 10.000 erwartet. Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Prozentpunkte auf 5,3 zurück.

Grund für den Rückgang ist der Konjunkturboom: Die deutsche Wirtschaft dürfte 2017 das achte Jahr in Folge wachsen. Nach Prognose der Industriestaaten-Organisation OECD wird sich der Aufschwung 2018 und 2019 fortsetzen.

Die Stimmung in den Unternehmen ist derzeit so gut wie noch nie: Der Ifo-Geschäftsklimaindex erreichte zuletzt ein Rekordhoch. Steigende Konsumausgaben, florierende Exporte, Bauboom und höhere Investitionen tragen den Aufschwung. (rtr)

 

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