Abzocke mit gefälschten Amazon-Benachrichtigungen – Sicherheitsbehörden warnen

Solltest du merkwürdige Emails von Amazon erhalten, solltest du Acht geben. (Symbolbild)
Solltest du merkwürdige Emails von Amazon erhalten, solltest du Acht geben. (Symbolbild)
Foto: dpa

Achtung vor neuen Spam-Mails! Derzeit kursieren Bestellbestätigungen, die angeblich von Amazon verschickt wurden. In Wahrheit stecken Betrüger dahinter: Die Mails stammen nicht von Amazon. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt derzeit vor den vermeintlichen Amazon-Versandbestätigungen.

Wenn du auf den Link in der Email klickst, wird ein Word-Dokument heruntergeladen, das deinen Computer beispielsweise mit Trojanern infiziert. Diese sogenannte Schadsoftware „Emotet“ sei gefährlich. „Nicht öffnen!“, warnt das Bundesamt.

Warnung vor gefälschten Amazon-Bestellbestätigungen

„Emotet gilt als eine der gefährlichsten Bedrohungen durch Schadsoftware weltweit und verursacht auch durch das Nachladen weiterer Schadprogramme aktuell hohe Schäden auch in Deutschland“, schreibt das BSI.

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„Emotet“ ist deswegen so gefährlich, weil es täuschend echte Absender vorgaukelt. Die Schadsoftware sammelt seine Informationen aus bereits mit dem Virus infizierten Systemen, liest hier etwa Zugangsdaten aus. So kann der Email-Empfänger gezielt eine Mail von einem Absender erhalten, mit dem er vorher schon in Kontakt stand. Der Angriff sei dann kaum noch als solcher zu identifizieren, so das Bundesamt.

Weitere Informationen zu der gefährlichen Schadsoftware „Emotet“ findest du hier auf der Homepage des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik.

Das BSI erklärt: So kannst du dich vor der Schadsoftware schützen

  • Generell solltest du immer stutzig werden, wenn du eine Email erhältst und gar nichts bestellt hast. Wenn du dir nicht sicher bist, ob der tatsächliche Absender dahintersteckt, frage lieber persönlich nach, bevor du den E-Mail-Anhang öffnest.
  • Auch solltest du die notwendigen Sicherheitsupdates auf deinem Computer nicht vor dir herschieben, sondern herunterladen.
  • Sind dir deine Daten sehr wichtig, solltest du regelmäßig Back-Ups machen. Speichere deine Dateien auf einer externen Festplatte oder einem USB-Stick ab.
  • Angreifer fälschen häufig die Absenderangabe in E-Mails, um dem Empfänger einen bekannten Absender vorzutäuschen. Oft wird dabei der gefälschte Absender inklusive Mailadresse in den sogenannten Anzeigenamen (Realnamen) eingetragen, während die eigentliche Absenderadresse der E-Mail einen kompromittierten und zum Versand der E-Mail missbrauchten Account enthält. E-Mail-Clients sollten daher so konfiguriert werden, dass sie nicht nur den Anzeigenamen, sondern auch die vollständige Mailadresse des Absenders anzeigen. So kannst du eine Spammail enttarnen.

Hier erfährst du noch mehr Maßnahmen, wie du dich vor Emotet schützen kannst und was zu tun ist, wenn du dich schon infiziert hast. (js)

 
 

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