Amazon führt Änderung ein, die ALLE betrifft – wäre dir DAS aufgefallen?

Amazon hat eine finanziell möglicherweise schwerwiegende Veränderung an der Plattform vorgenommen.
Amazon hat eine finanziell möglicherweise schwerwiegende Veränderung an der Plattform vorgenommen.
Foto: imago images / ZUMA Press

Sie beeinflusst die Kaufentscheidung im großen Stil: Die Kundenbewertung bei Amazon. Es gibt damit jedoch ein riesiges Problem.

Laut einer Studie von britischen Verbraucherschützern sollen ganze 87 Prozent (!) dieser Amazon-Bewertungen Fakes sein. Doch jetzt hat der Onlineriese einen Ausweg aus dieser Misere gefunden. Das berichtet „vox.com“.

Amazon reagiert auf Fake-Bewertungen

Demnach habe Amazon bereits vor kurzem fast unbemerkt eine entscheidende Änderung im Bewertungssystem vorgenommen. Zwar ist die Skala von einem bis fünf Sternen erhalten geblieben.

Neu ist jedoch, dass Kunden die Sterne auch ohne zusätzliche Produktrezension vergeben können, insofern sie ein verifizierter Käufer des Produkts sind.

Amazon ermöglicht One-Click-Bewertung

Damit will Amazon den Kunden eine schnelle und extrem einfache Bewertung mit nur einem Klick ermöglichen.

Diese Maßnahme soll die Anzahl der Bewertungen insgesamt erhöhen, womit gleichzeitig der Einfluss von Fake-Rezensionen verringert wird. Fake-Reviews können zwar trotzdem noch verfasst werden, fallen aber weniger ins Gewicht.

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Das ist Amazon:

  • Marktführer des Internethandels
  • hat die weltweit größte Auswahl an Büchern, CDs und Videos
  • 2019 machte Amazon einen Umsatz von 280 Milliarden US-Dollar
  • Es ist das drittwertvollste Unternehmen der USA – nach Apple und Microsoft

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Neues System berücksichtigt verschiedene Kriterien

Das bedeutet, dass den Kunden auf den jeweiligen Produktseiten nicht mehr wie bisher einfach die durchschnittliche Anzahl der vergebenen Sterne angezeigt werden. Auch das ist neu: „Amazon berechnet die Sternbewertungen eines Produkts mithilfe eines maschinell gelernten Modells“, erklärt der Onlinehändler auf den Produktseiten.

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Dieses System berufe sich auf verschiedene Kriterien: Es „berücksichtigt Faktoren wie das Alter einer Bewertung, die Beurteilung der Nützlichkeit durch Kunden und ob die Bewertungen aus geprüften Einkäufen stammen.“

Erste Analysen zeigen laut „vox.com“, dass die Amazon-Kunden über die neue Funktion tatsächlich mehr Bewertungen abgeben.

Mehr Kunden geben Bewertungen ab

Die britische Wettbewerbsbehörde schätzt, dass die Fake-Rezensionen jährlich die Entscheidungen für Käufe im Wert von 23 Milliarden Pfund beeinflussen.

Da scheinen die rund 10 Milliarden US-Dollar (ca. 9,2 Milliarden Euro), die Amazon-Chef Jeff Bezos jetzt für den Klimaschutz spenden will, bei dem 130-Milliarden-Dollar-Mann gar nicht so sehr ins Gewicht zu fallen. (vh)

 
 

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