Aldi und Lidl erhöhen die Preise! DAFÜR musst du jetzt mehr zahlen

Aldi erhört für einige Produkte die Preise. Unter anderem bei Eiern.
Aldi erhört für einige Produkte die Preise. Unter anderem bei Eiern.
Foto: imago images / Udo Gottschalk

Aldi und Lidl haben zu Beginn des neuen Jahres die Preise angehoben. Einige Änderungen sind zu verkraften. Doch bei einem Produkt stieg der Preis um ganze 20 Prozent. Über die Preise generell regt sich auch ein Politiker auf. Er attackiert Aldi, Lidl und Co.

Bereits am Freitag wurden die Preise bei Aldi angehoben. Das betrifft vor allem Eier. Die wurden um 10 Cent teurer. Boden- sowie Freilandhaltung. 10 Eier aus Bodenhaltung kosten bei Aldi nun 1,29 Euro. Bei Freiland-Eiern sind es 1,69 Euro.

Auch Erzrivale Lidl zog die Preise an. Dort bezahlst du nun genau so viel wie bei Lidl. Doch bei gefärbten Eiern musst du tiefer in die Tasche greifen. Die sind nun 20 Cent teurer, sie kosten jetzt 1,69 Euro. Eine Unternehmenssprecherin teilt mit, dass die Preise im „Rahmen der vom Markt vollzogenen Preisveränderung“ angepasst wurden.

Nuss-Fans müssen bei Aldi 20 Prozent mehr zahlen

Doch ihren Rekord haben die Eier nicht erreicht. „Auf diesem Preisstand waren sie vorher schon einmal“, sagt Branchenbeobachter Matthias Queck. Aldi soll für Lidl, Edeka und Co. sogar Vorbild sein. Ändert der Discounter die Preise, ziehen andere schnell nach.

Aber nicht nur Eier sind teurer geworden. Seit dem 10. Januar zahlst du bei Aldi auch für Schokolade mehr. Vor allem Nuss-Liebhaber trifft die Preiserhöhung hart. Pistazien sind ganze 20 Prozent teurer geworden. Grund: Rohstoffpreise. „Generell orientieren wir uns stets an der Entwicklung der Rohstoffpreise, um keine Qualitätskompromisse für unsere Kunden einzugehen. Entwickeln sich die Preise wieder runter, geben wir den Preisvorteil umgehend an unsere Kunden weiter“, erklärt Aldi.

Ministier kritisiert Ausbeutung Dritter-Welt-Länder

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) kritisiert generell die Dumping-Preise bei Aldi, Lidl und Co. Vor allem importierte Lebensmittel wie Bananen und Kaffee stoßen ihm auf. „2,88 Euro für 500 Gramm Kaffee, das ist auf Dauer nur durch Ausbeutung der Erzeuger möglich. 'Supergeil' ist dann nur noch 'superdreist' und 'superunmoralisch'.“

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Am Freitag wollen die Discounter bei der Landwirtschaftsmesse eine Selbstverpflichtung unterzeichnen. So sollen Erzeuger in Dritte-Welt-Ländern existenzsichernde Preise für ihre Waren bekommen. Doch das reicht Müller nicht. Er sieht die aktuellen Preise als Zeichen von mangelndem Problembewusstsein.

„Die Beweiskette muss umgedreht werden: Wer mit Dumping-Angeboten lockt und Bananen für 88 Cent oder ein Pfund Kaffee für 2,88 Euro verkauft, wird dem Kunden künftig beweisen müssen, dass da keine Kinderarbeit drinsteckt. Geizhandel führt zu Verarmung, weil den Entwicklungsländern so Milliarden an Wertschöpfung entzogen werden.“

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Laut ihm findet in Deutschland der extremste Preiskampf ganz Europas statt. Er fordert: „Unsere Nahrung muss uns etwas wert sein.“ (ldi/dpa)

 
 

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