Aldi führt neue Gebühr ein – ALLE Kunden betroffen

Aldi will eine neue Gebühr einführen. (Symbolfoto)
Aldi will eine neue Gebühr einführen. (Symbolfoto)
Foto: imago images / Future Image

Diese Neuerung dürfte vielen Kunden ganz und gar nicht recht sein: Aldi führt eine Gebühr auf die dünnen Plastiktüten ein, die es in der Obst- und Gemüseabteilung immer gibt.

Denn diese würden von vielen Kunden von Aldi zu oft als Ersatz der mittlerweile entweder gänzlich abgeschafften oder zu bezahlenden Plastiktüten an der Kasse genutzt.

Im Jahr 2018 wurden laut Aldi rund drei Millionen dieser dünnen Plastiktüten verwendet.

Aldi führt neue Gebühr ein

Das möchte das Unternehmen beenden oder zumindest verringern und führt deswegen eine symbolische Gebühr von einem Cent ein.

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„Zusammen mit Aldi Nord möchten wir unsere Kunden für den Umweltschutz sensibilisieren. Sie sollten die Knotenbeutel nicht mehr als Wegwerfartikel betrachten. In allen Filialen sind deshalb bald nur noch Beutel für einen symbolischen Cent erhältlich. Das tut niemandem weh, soll aber die Kunden verstärkt zum Nachdenken anregen. Ist die Plastiktüte für Obst und Gemüse wirklich notwendig? Dazu gibt es dann künftig das Mehrwegnetz als nachhaltigere Alternative“, begründet Aldi Süd die Entscheidung.

Einen Cent soll die symbolische Gebühr betragen

Ob dieser eine Cent wirklich ins Gewicht fällt, wird sich zeigen. Aldi ist außerdem der Meinung, dass gerade Obst und Gemüse nicht extra verpackt werden müsse. Schließlich bringe die Natur selbst die Verpackung mit.

Die ersten Läden mit Beutelgebühr gibt es ab sofort in Berlin. Anschließend sollen alle weiteren Läden nach und nach folgen. Zeitgleich werden Beutel aus nachwachsenden Rohstoffen eingeführt, sobald die Plastikbeutelchen verbraucht sind.

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Das ist Aldi:

  • Aldi Nord und Aldi Süd sind zwei separate Unternehmensgruppen
  • Aldi steht für Albrecht Diskont: In 1913 machte sich Karl Albrecht in Essen als Brothändler selbstständig
  • In 1962 wurde der Familienbetrieb zu einem reinen Discounter umfunktioniert und hat den heutigen Namen „Aldi“ gekriegt
  • Die Trennung in Nord und Süd erfolgte in 1961
  • Mittlerweile zählt Aldi zu den zehn größten Einzelhandelsgruppen weltweit

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Für die Umweltschützer von Greenpeace sei dieser Weg nur „Augenwischerei“. Der Umstieg auf Bioplastik sei keine Lösung, denn auch diese Material brauche sehr lange, bis es verrotte. Aldi müsse mehr dafür tun, dass das Einkaufen von unverpackten Lebensmitteln gefördert werde. (fb)

 
 

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