Aldi-Chef mit deutlicher Corona-Ansage an Kunden vor Ostern: „Wir werden keine...“

Der Deutschland-Chef von Aldi-Nord hat wichtige Infos für die Kunden (Symbolbild).
Der Deutschland-Chef von Aldi-Nord hat wichtige Infos für die Kunden (Symbolbild).
Foto: dpa

Wie alle Supermärkte in Deutschland, passt sich auch Aldi wegen Corona an. Vor Ostern hat sich Nicolás de Lope, verantwortlich für das Deutschland-Geschäft von Aldi Nord, im Interview mit der RTL/ntv-Redaktion zur Situation der Supermarktkette in der Corona-Krise geäußert.

Der 50-jährige gebürtige Spanier nahm darin zu den erschwerten Bedingungen bei der Beschaffung von Lebensmitteln für Aldi-Märkte Stellung – und auch zu erwartbaren Engpässen.

Aldi in der Corona-Krise: Chef versucht zu beruhigen

Zu möglichen Lieferproblemen sagte er: „Wir werden keine Lieferprobleme bekommen, wenn man die Gesamtheit des Obst- und Gemüseangebotes sieht. Es ist aber schon so, dass man im Rahmen der Krise kurzfristig Liefer- und Beschaffungsprozesse anpassen muss.“

Es könne sein, dass bestimmte Obst- und Gemüse-Artikel, die man normalerweise zu dieser Zeit aus Spanien kaufe, nun aus Deutschland holen müsse – oder auch umgekehrt. „Wir müssen hier auf Sicht fahren. Das hat aber keinen Einfluss auf die Warenverfügbarkeit von Obst und Gemüse insgesamt.“

Aldi kann nicht über fehlenden Absatz klagen

Für Aldi Nord gibt es in der aktuellen Krise auch Positives zu berichten: „Es ist schon richtig, dass wir höhere Umsätze fahren. Logischerweise, denn sie müssen bedenken, dass kein Mensch im Urlaub ist, dass fast kein Außerhauskonsum stattfindet. Insofern ist der Warenbedarf sehr hoch derzeit.“

Aber laut de Lope stehen dem hohen Warenbedarf auch sehr hohe Kosten gegenüber: Kosten in der Beschaffung, für die Anpassung von Liefer- und Logistikprozessen, aber auch durch Sicherheits- und Hygienemaßnahmen in den Märkten. „Das heißt, wie sich die gesamte Krise auf uns und unsere Betriebsergebnisse auswirkt, das werden wir noch final bewerten müssen.“

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Zum möglichen Anstieg von Lebensmittelpreisen sagte der Aldi-Chef: „Wie hoch der Einfluss der Krise auf Rohstoff- und Einkaufspreise sein wird, das kann man heute noch nicht bewerten. Auch wir als Aldi und großes Unternehmen sind nicht unabhängig von Rohstoffpreisen auf den Weltmärkten, aber dies zu beurteilen ist noch zu früh.“

Über das Ostergeschäft sagte de Lope: „Wir haben dieses Jahr unsere Kunden gebeten, die Ostereinkäufe im Rahmen des Möglichen vorzuziehen oder über die Ostertage zu verteilen, damit nicht zu viele Menschen gleichzeitig an Tagen wie Gründonnerstag oder Ostersamstag in den Märkten sind.“ Wie gut das gelungen sei, das werde man erst Ende nächster Woche bewerten können.

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Außerdem hofft er auf Verständnis – und zwar dafür, „dass unsere Kunden verstehen, dass wir an den Ostertagen unsere Öffnungszeiten nicht flächendeckend erweitert haben, weil wir diese Tage brauchen, damit unsere Mitarbeiter zur Ruhe kommen und die Organisation sich regenerieren kann.“ (jds)

 
 

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