ADAC-Präsident ließ sich im Rettungs-Heli nach Hause fliegen

Frank Meßing
ADAC-Chef Peter Meyer steht in der Affäre um Unregelmäßigkeiten beim Automobilclub unter Druck.
ADAC-Chef Peter Meyer steht in der Affäre um Unregelmäßigkeiten beim Automobilclub unter Druck.
Foto: dpa
In der Affäre um Manipulationen und Unregelmäßigkeiten kommt der ADAC nicht zu Ruhe. Wie jetzt bekannt wurde, hat sich ADAC-Chef Peter Meyer nicht nur zu Terminen, sondern auch nach Hause nach Mülheim mit einem Rettungshelikopter fliegen lassen. Das bestätigte ein Sprecher des Automobilclubs.

Essen/Mülheim. Während der Automobilclub ADAC am Montag ankündigte, dass externe Berater sämtliche Autopreis-Vergaben seit 2005 durchleuchten sollen, werden weitere Details über Flüge des Präsidenten mit dem Rettungshubschrauber bekannt.

Der ADAC bestätigte unserer Redaktion, dass Peter Meyer am 27. Juni 2003 nicht nur – wie bereits eingeräumt – mit dem Helikopter zu ei­nem Termin nach Wolfsburg gebracht, sondern anschließend auch zu seinem Wohnort Mülheim geflogen wurde.

Meyer sei am Flughafen Essen/Mülheim „abgesetzt“ worden, erklärte der ADAC-Sprecher. Der Reserve-Helikopter habe ohnehin zum Standort in Bonn-Hangelar zurückkehren müssen.

Wie berichtet, sind Präsidiumsmitglieder des ADAC laut Satzung berechtigt, Reservemaschinen der Luftrettung „für dienstliche Anlässe“ zu nutzen. Die Frage, ob damit auch Heimflüge gemeint sind, beantwortete der Sprecher des Automobilclubs ausdrücklich nicht.