Abzocke bei Last-Minute-Reisen

DerWesten
Last-Minute-Angebote bedeuten nicht unbedingt günstigen Strandurlaub.
Last-Minute-Angebote bedeuten nicht unbedingt günstigen Strandurlaub.
Foto: WR

Düsseldorf. Reisen zum Schnäppchenpreis erhoffen sich viele Urlauber von Last-Minute-Angeboten. Doch nicht immer sind die kurzfristigen Angebote wirklich günstiger. Die Verbraucherzentralen warnen vor „Etikettenschwindel“.

Die Verbraucherzentrale NRW warnt vor „vermeintlichen Billigangeboten“ bei Last-Minute-Reisen. „Wer möglichst günstig verreisen will, kommt um einen Preisvergleich des Komplettpakets sowie einzelner Leistungen nicht herum“, sagte ein Sprecher der Verbraucherzentrale am Montag in Düsseldorf. Gerade Mallorca, die Türkei und Griechenland seien in diesem Sommer attraktive Reiseziele. Doch manche Anbieter versuchten, ihre normalen Katalogangebote als Last-Minute-Schnäppchen zu verkaufen.

Dies sei nach gültiger Rechtsprechung ein Etikettenschwindel. „Ein Reiseanbieter darf seine Offerte nur mit diesem Zusatz versehen, wenn der Trip nicht länger als 14 Tage vor Reisebeginn gebucht werden kann und das Angebot günstiger ist als der reguläre Preis“, betonten die Verbraucherschützer. Ist dies nicht der Fall, genössen Urlauber die gleichen Rechte wie bei langfristig gebuchten Reisen, etwa was die Reklamation von Beanstandungen betreffe.

Bei Last-Minute-Reisen sollten Urlauber zudem auf eine ausführliche Beschreibung des Angebots achten. „Je mehr Einzelheiten bekannt sind, desto leichter kann am Urlaubsort beurteilt werden, ob die versprochene Leistung auch erbracht wird“, betonte die Verbraucherzentrale. Auch einen sogenannten Sicherungsschein sollten Last-Minute-Bucher sich aushändigen lassen, um sich gegen eine Veranstalterpleite abzusichern. (ddp)