Ikea wird 60: Hättest du diese 5 Fakten über das Möbelhaus gewusst?

Ikea: Das bedeuten die seltsamen Möbelnamen

Darum haben Ikea-Möbel so seltsame Namen

Darum haben Ikea-Möbel so seltsame Namen

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Klippan, Malm und Köttbullar: Das schwedische Möbelhaus feiert 60. Jubiläum. Ein paar Fakten zum Namen, dem Katalog und Zukunftsplänen.

Stockholm/Berlin.  Vor 60 Jahren eröffnete das erste Ikea-Möbelhaus in Schweden, auf einem kleinen Acker in der Provinz im Süden des Landes. Inzwischen ist es ein Museum.

Heute gibt es allein in Deutschland 53 Einrichtungshäuser im typischen gelb-blauen Design, weltweit sind es 367 Filialen. Mehr als 150.000 Menschen arbeiten für das Unternehmen. Ein paar Fakten rund um Malm, Köttbullar und Inbusschlüssel.

1. Woher der Name Ikea kommt

Ikea ist nicht etwa ein schwedischer Name. Das Akronym setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der Gründers, seinem Elternhaus und dem Geburtsort zusammen: Ingvar Kamprad gründete das Unternehmen, er wuchs auf dem elterlichen Bauernhof Elmtaryd auf – und der lag im Dorf Agunnaryd in der Provinz Småland im Süden Schwedens.

2. Woher die lustigen Möbel-Namen kommen

Die Namen der Ikea-Produkte sorgen nicht selten für Lacher. Die Osterkollektion „Kackling“ etwa oder das Etagenbett „Gutvik“. Namenserfinder sind nach Angaben von Ikea zwei Mitarbeiterinnen in Schweden. Die würden oft beim Autofahren einen Orts- oder Flussnamen entdecken, den sie als Produktbezeichnung verwenden können, heißt es. Namen fänden die beiden aber auch auf Landkarten und in Wörterbüchern, gerne auch mal in Geburtsanzeigen.

Es überrascht deshalb nicht, dass die meisten der Namen aus dem Schwedischen kommen. Und: Hinter der Namensgebung steckt ein System, zumindest in den meisten Fällen. Ein Überblick

  • Sofas, Sessel oder Couchtische = schwedische Ortsnamen (Klippan)
  • Badartikel = skandinavische Flüsse, Seen und Buchten (Öresund)
  • Stühle und Schreibtische = Männernamen (Ludvig)
  • Stoffe und Gardinen = Frauennamen (Evabritt)
  • Leuchten = schwedische Bezeichnungen aus der Musik, Chemie oder Meteorologie (Fado)
  • Küchenartikel = Funktion des Gerätes (Lämplig)
  • Gartenmöbel = schwedische Inseln (Själland)
  • Betten und Kleiderschränke = norwegische Ortsnamen (Hemnes)
  • Esstische und Stühle = finnische Ortsnamen (Stornäs)
  • Teppiche = dänische Ortsnamen (Hampen)
  • Kinderartikel = Tiere und Adjektive (Kalas)

3. Der Katalog - das meistverbreitete Buch der Welt

Zwar wird der Ikea-Katalog immer dünner, weil mehr und mehr Menschen die Möbel im Netz anschauen. Dennoch: 203 Millionen Exemplare davon werden jedes Jahr gedruckt – und verbreitet. Ausgeliefert werden sie in 52 Länder, übersetzt in 35 Sprachen. Damit ist der Katalog beliebter als die Bibel und das meistverbreitete Buch überhaupt.

Für Ikea ist der Katalog nach wie vor das wichtigste Marketing-Instrument.

4. Vom Umland in die Innenstadt

Gab es früher Ikea-Filialen meist in Industriegebieten oder ein wenig außerhalb der Städte, werden mehr und mehr Möbelhäuser mitten in den Innenstädten gebaut. Sie sind kleiner – aber eben auch zentraler. „Kleinere Flächen aber immer noch mit vielen Quadratmetern“, sagt der Deutschlandchef Dennis Balslev. In Essen und Hamburg etwa gibt es Filialen bereits mitten in der Stadt.

Die erste Filiale in Deutschland war 1974 übrigens das Möbelhaus in Eching bei München. Die drei letzten wurden in Magdeburg, Wuppertal und Wetzlar eröffnet.

5. Vom Katalog zum Online-Handel

Bisher gehen die meisten Kunden lieber direkt zu Ikea, anstatt die Möbel und Einrichtungsgegenstände im Netz zu kaufen. Nur etwa 7,5 Prozent des Umsatzes wird derzeit online gemacht. Aber das soll sich ändern: Schon mittelfristig soll der Anteil auf 25 bis 30 Prozent steigen, sagt Balslev. Größere Neubauten wird es also erstmal nicht geben, die geplante Filiale in Karlsruhe wird bis 2020 aber noch fertig gestellt.

Waren online bestellen und in der Filiale abholen kann man heute schon – künftig soll die online bestellte Ware schnellstmöglich in die Wohnung geliefert werden. „Wir wollen unsere Onlinebestellungen und Lieferungen beschleunigen“, erklärte der Deutschlandchef kürzlich. Erste Test gibt es bereits in Hamburg und Berlin. Ziel ist es, dass spätestens im Frühjahr 2019 alle Märkte in Deutschland dazu in der Lage sind. Der Name: Click&Deliver – statt Katalog. (mit dpa)

 
 

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