160 NRW-Kommunen verzocken sich bei Zinsgeschäften

Düsseldorf. 160 Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen haben riskante Zinsgeschäfte getätigt. Bocholt, Mülheim, Remscheid, Moers und Hagen hätten gegenüber dem Bund der Steuerzahler Verluste zwischen rund 101.000 Euro und 27 Millionen Euro angegeben.

160 Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen haben riskante Zinsgeschäfte getätigt. Dies teilte der Bund der Steuerzahler am Montag in Düsseldorf mit. Fünf Kommunen hätten bei einer Umfrage der Organisation zugegeben, dass die Geschäfte schiefgegangen seien. Bocholt, Mülheim, Remscheid, Moers und Hagen hätten gegenüber dem Steuerzahlerbund Verluste zwischen rund 101 000 Euro und 27 Millionen Euro angegeben. 188 Kommunen aus Nordrhein-Westfalen schlossen demnach keine Zinsgeschäfte ab.

93 Kommunen erklärten, Gewinne erzielt zu haben, vier von ihnen nannten allerdings keine Zahlen. 27 Kommunen antworteten den Angaben zufolge nicht auf die Anfrage des Bundes der Steuerzahler. Andere Städte hätten unvollständige Angaben etwa zu möglichen Folgerisiken der Zinsgeschäfte gemacht, hieß es. Bei solchen Geschäften, bei denen mit der Höhe der künftigen Zinsen spekuliert wird, ist ein Totalverlust nicht ausgeschlossen. Die Stadt Hagen hatte deshalb gegen die Deutsche Bank geklagt. (ddp)

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