Beim Kauf eines LCD-Fernsehers sollte man unbedingt die Preise vergleichen. Foto: ddp
Beim Kauf eines LCD-Fernsehers sollte man unbedingt die Preise vergleichen. Foto: ddp
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Essen.. Sie werden im Internet-Handel als Schnäppchen deklariert. Doch die Kunden sparen oft gar nichts. Denn die unterbotene „Unverbindliche Preisempfehlung“ (UVP) erweist laut einer Stichprobe der Verbraucherzentrale NRW in jedem zweiten Fall als „falsch oder nicht nachvollziehbar“.

Die Tester aus Düsseldorf nahmen zehn bekannte Online-Shops mit jeweils zehn Angeboten unter die Lupe: Amazon, Baur, Neckermann, Otto, Schwab, HSE24, MyToys, Plus, Rossmann und Weltbild. In 28 Fällen stimmten laut Verbraucherzentrale die auf den Produkten angegebenen Preisempfehlungen nicht mit den Hersteller-Daten überein. Die Abweichungen hätten zwischen einem und 80 Euro gelegen. 17 Mal sei die UVP zu hoch angegeben worden – damit offenbar der Nachlass höher erschien.

Weitere 14 unverbindliche Preisempfehlungen fielen „aus Altersgründen“ durch. So waren etwa Handys im Angebot, die es seit einem Jahr gar nicht mehr gibt. Für ein Navigationsgerät hatte der Hersteller nie eine UVP ausgerufen.

Unverbindliche Preisempfehlung

Wer überprüfen will, ob die Preisempfehlung stimmt, hat es offenbar schwer. In sieben Fällen konnte die Verbraucherzentrale bei den Herstellern nichts darüber in Erfahrung bringen. Die Verbraucherschützer fordern, dass der Online-Handel seine Katalog-Einträge automatisch mit den Homepages der Hersteller verlinkt, um den Kunden den Vergleich zu erleichtern.

In jedem Fall rät die Verbraucherzentrale aber zum Preisvergleich, sonst drohe ein „Schnäppchen-Desaster“. Sie nennt einen LCD-Fernseher als Beispiel: Ein Shop bot das Gerät zu einem um 200 Euro reduzierten Preis für 599 Euro an. Bei 30 Konkurrenten habe es den Fernseher allerdings um bis zu 80 Euro billiger gegeben.

 
 

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