Wetter: Experten warnen vor Hitzesommer in Europa! „Unsere Signale deuten auf...“

Wetter: Droht uns nach den letzten beiden Rekordsommern in diesem Jahr bereits die nächste Hitzewelle?
Wetter: Droht uns nach den letzten beiden Rekordsommern in diesem Jahr bereits die nächste Hitzewelle?
Foto: imago images / Jan Eifert

Das Wetter in den vergangenen Sommern war dir deutlich zu heiß und zu sonnig? Dann solltest du jetzt ganz genau lesen.

Die Jahre 2018 und 2019 belegen im Ranking der heißesten Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen den zweiten und dritten Platz. Das geht aus den Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) hervor. Am 25. Juli des letzten Jahres knackten Duisburg und Tönisvorst mit 41,2 Grad Celsius sogar einen deutschlandweiten Allzeitrekord. Ist im Sommer 2020 wieder mit ähnlichem Wetter zu rechnen?

Wetter: Hitzesommer 2020 in Europa – Wird Deutschland zum Ausnahmefall?

Der Weltwetterorganisation (WMO) zufolge bahnen sich auch 2020 erneut extrem heiße Sommermonate an. WMO-Sprecherin Clare Nullis warnte am Dienstag in Genf vor einem Hitzesommer in der nördlichen Hemisphäre, der sogar Rekorde brechen könnte. Doch was heißt das für Deutschland, das ja nur einen Bruchteil der Nordhalbkugel ausmacht?

Der Deutsche Wetterdienst gibt diesbezüglich Entwarnung. Die bisherigen Daten für Deutschland geben keinen Grund zur Annahme, dass uns hierzulande ein Hitzesommer bevorsteht, erklärte DWD-Sprecher Uwe Kirsche auf Nachfrage unserer Redaktion. „Unsere Signale deuten nur auf einen leicht zu warmen Sommer mit durchschnittlichen Niederschlägen hin.“

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Das bedeutet, dass von Juni bis August eine maximale Abweichung von 0,5 bis 1 Grad vom langjährigen Durchschnitt zu erwarten sei – laut Uwe Kirsche „total unauffällig“. In Südeuropa dagegen seien deutlich höhere Abweichungen möglich, was die Prognose der Weltwetterorganisation erklärt. „Deutschland scheint davon aber gottseidank bisher nicht so stark betroffen zu sein“, so DWD-Sprecher Kirsche.

Erschwert die Corona-Pandemie den Schutz vor Hitze?

Mit Blick auf das globale Wetter warnt die WMO davor, dass 2020 eines der heißesten Jahre seit Beginn der Messungen werden könnte. Städte und Gemeinden müssten sich jetzt vorbereiten, um Menschen zu schützen - auch, wenn die Coronavirus-Pandemie dies komplizierter mache. In anderen Jahren sei Menschen in überhitzten Wohnungen empfohlen worden, zum Beispiel gekühlte Einkaufszentren aufzusuchen. Nachbarn wurden aufgefordert, Alleinlebende und möglicherweise Gefährdete regelmäßig zu besuchen.

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Dagegen sprächen nun viele Corona-Ratschläge, etwa der, möglichst zu Hause zu bleiben. Zudem könnten sich Krankenhäuser weniger gut auf Patienten mit Hitzschlag einstellen, weil sie Corona-Patienten behandeln müssen. Auch Uwe Kirsche vom Deutschen Wetterdienst spricht im Bezug auf einen heißen Sommer in der Corona-Krise von einer „doppelten Belastung“.

In einer Broschüre empfiehlt das Umweltbundesamt folgende Schutzmaßnahmen vor extremer Sommerhitze:

  • draußen möglichst einen breitkrempigen Hut tragen
  • genügend zu trinken
  • kühles Wasser über die Handgelenke laufen lassen
  • feuchtkühle Kompressen auf Stirn oder Nacken legen
  • Füße und Rücken mit Franzbrandwein einreiben
  • Elektrogeräte und künstliche Beleuchtung als Wärmequelle öfter auschalten.

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Zunächst klopft der Sommer aber bereits deutlich hörbar an: In den ersten Junitagen könnten die Temperaturen laut DWD in einigen Teilen Deutschlands auf bis zu 28 Grad klettern. (at, mit dpa)

 
 

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